| Name: | Rock of Ages |
| Regisseur: | Adam Shankman |
| Schauspieler: | Julianne Hough, Diego Boneta, Paul Giamatti |
| Jahr: | 2012 |
| Land: | USA |
| Genre: | Romantikkomödie |
| Verleih: | Warner Bros. |
| Starttermin: | 14.06.12 |
Die Achtziger waren, musikalisch gesehen, die Jahre des Hardrock: lange Zottelmähnen, großflächig tätowierte Kerle in schwarzem Leder, nietenbesetzte Kostüme, Halbgötter der Gitarre und Luftgitarre mit obligatorisch nacktem Oberkörper. Die Gegenbewegung zum fröhlich-weichgespülten Discosound der Siebzigerjahre bestand aus harten Kerlen, die mit aufwändig verchromten Motorrädern auf die Bühne knatterten und dieselbe während eines Konzerts gerne in Stücke schlugen oder in Flammen aufgehen ließen.
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Die mit ein paar Lederwestchen und E-Gitarren recht niedlich dekorierte Liebesgeschichte ist nett anzusehen. Ernst zu nehmen ist sie aber nicht – wie auch der restliche Film in vielen Szenen unentschlossen zwischen Hommage und Parodie schwankt. Hough und Boneta gelingt es immerhin, aus ihrem Newcomer-Status viel herauszuholen. Beide empfehlen sich absolut für weitere Hauptrollen – auch ohne die oft nicht allzu organisch in die Handlung eingebauten Gesangsdarbietungen.
Bis auf wenige Ausnahmen müssen sich alle Darsteller dieses Filmmusicals an den Sängern der bekannten Originalversionen messen lassen: von Joan Jett und Pat Benatar über Def Leppard und Foreigner bis hin zu REO Speedwagon und Starship. Das Ergebnis ist manchmal respektabel wie bei Catherine Zeta-Jones, die als biedere Bürgermeistergattin ordentlich einheizt.
Manchmal rumpelt’s allerdings schon arg. Tom Cruise, der im Laufe seiner beachtlichen Karriere schon clevere Agenten, mutige Widerstandskämpfer, gelähmte Vietnam-Veteranen oder tollkühne Flieger gespielt hatte, hat sich in „Rock of Ages“ daran gewagt, einen Rocker zu mimen. Eigentlich stimmt auch alles: Stramm sitzt die Leder-Röhre, strähnig hängt das Haupt und üppig wallt das Achselhaar. Sogar die Tätowierungen sind hübsch verrucht aufgetragen. Aber überzeugen kann dieser Stacee Jaxx nicht. Liegt womöglich daran, dass ihm die Ernsthaftigkeit eines Strebers aus allen Poren quillt, die einem Rockstar unangemessen erscheint. Da hätte sich Cruise mal den Kollegen Alec Baldwin ansehen sollen, wie er mit Russell Brand „I can’t fight this feeling“ schmalzt: respektlos, schräg, selbstironisch ist das – ganz große Klasse, auch wenn längst nicht jeder Ton sitzt.
Ulrike Frick




























































































