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Bundeswehr hat einen Taliban-Führer festgenommen

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    • 07.05.09
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Bundeswehr hat einen Taliban-Führer festgenommen

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Kabul - Deutsche Soldaten und afghanische Polizisten haben gemeinsam einen Taliban-Führer festgenommen. Die Operation war lange vorbereitet und führte nach einer Verfolgungsjagd zum Erfolg.

© ap

Soldaten der afghanischen Armee: Gemeinsam mit der deutschen Spezialeinheit KSK haben sie einen Taliban-Führer festgenommen.

In Afghanistan haben deutsche Elitesoldaten einen hochrangigen Taliban-Führer festgenommen, der auch für einen Anschlag auf die Bundeswehr verantwortlich sein soll. Das Verteidigungsministerium bestätigte am Donnerstag in Berlin einen Bericht von “Spiegel Online“.

An der Festnahme im nordafghanischen Hochgebirge gegen acht Uhr MESZ waren neben Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) auch afghanische Sicherheitskräfte beteiligt. Ein Soldat wurde verletzt. Bei dem Festgenommenen handelt es sich nach Ministeriumsangaben um Abd al-Racik, der als Kommandeur der radikal-islamischen Taliban- Milizen in der Provinz Badakshan gilt. Er steht im Verdacht, am Anschlag auf eine Bundeswehr-Patrouille im Juni 2008 sowie anderen Anschlägen gegen ausländische Truppen und afghanische Sicherheitskräfte beteiligt gewesen zu sein. Ihm würden zudem enge Verbindungen zu den Taliban in Pakistan und zur Drogenkriminalität nachgesagt, berichtet das Portal.

Der Taliban-Führer sei seit Monaten von Spezialkräften der Bundeswehr beobachtet worden und habe ursprünglich in der Nacht zu Donnerstag in seinem Haus festgenommen werden sollen. Offenbar hätten aber Beobachtungsposten die anfliegenden Hubschrauber der Bundeswehr bemerkt, so dass der Verdächtige zunächst in die Berge flüchten konnte. Nach stundenlanger Verfolgungsjagd, bei der sich ein deutscher Soldat leicht verletzte, sei er am frühen Morgen gestellt und nach Kabul gebracht worden.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sprach von einer lange vorbereiteten Operation, mit der die deutschen Spezialkräfte ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt hätten. “Jeder, der unsere Soldaten und die unserer Alliierten in Afghanistan angreift, muss wissen, dass er bekämpft und zur Verantwortung gezogen wird.“ In Afghanistan kamen seit Beginn des Bundeswehr-Einsatzes 2002 insgesamt 32 deutsche Soldaten ums Leben, davon 13 bei Anschlägen.

dpa

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