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Was bedeutet das H-Kennzeichen und welche Autos bekommen es?

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Fast eine halbe Millionen Fahrzeuge in Deutschland fahren mit einem H-Kennzeichen und profitieren von zahlreichen Vorteilen.
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Seit 1997 gibt es in Deutschland das H-Kennzeichen. Aber nur bestimmte Autos dürfen sich mit diesem Zusatz schmücken. Wir erklären, was hinter dem H-Kennzeichen steckt.

In Deutschland gibt es rund 477.000 Oldtimer mit einem sogenannten H-Kennzeichen und profitieren damit von zahlreichen Vorteilen, wie Steuervergünstigungen und Umweltausnahmen. Wir erklären Ihnen welche Autos, ein H-Kennzeichen bekommen und was es bedeutet.

H-Kennzeichen: Wann ist ein altes Auto ein Oldtimer?

Oldtimer sind Autos, Motorräder, Busse oder Lkw, "die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen sind, weitestgehend dem Originalzustand entsprechen, in einem guten Erhaltungszustand sind und zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen […]". So steht es in Paragraph 2 Nr. 20 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV).

Das Alter ist damit für das Erteilen eines H-Kennzeichens nur eine Voraussetzung. Die andere ist der Originalzustand. Getunte Autos können somit kein Oldtimer-Kennzeichen beantragen, auch wenn sie mindestens 30 Jahre alt sind.

H-Kennzeichen: Was bedeutet Originalzustand?

Hat ein Auto mindestens 30 Jahre auf dem Buckel, ist nur ein kleiner Schritt zum H-Kennzeichen gemacht. Als nächstes muss ein Oldtimer-Gutachten von einem anerkannten Sachverständigen angefertigt werden.

Dafür können Sie sich beispielsweise an Tüv, Dekra oder eine andere Prüforganisation wenden. Seit 2007 darf jeder zertifizierte Prüfingenieur dieses Gutachten erstellen. Genaue Vorschriften, welche Teile Original sein müssen, gehen aus der FZV nicht hervor. Daher kann es vom Sachverständigen abhängen, ob Sie ein H-Kennzeichen für Ihren Oldtimer erhalten oder nicht.

Video: Oldtimer-Tage im PS-Speicher Einbeck

Auch interessant: Oldtimer – So sparen Sie jetzt Geld mit Saisonkennzeichen.

Aber es lassen sich einige Grundregeln erkennen. Das Fahrzeug muss in sämtlichen Hauptbaugruppen dem Original entsprechen. Umbauten dürfen nur gemacht werden, wenn sie für die Zeit typisch waren. Zudem muss das Auto gut gepflegt sein. Aufgrund größerer Mängel oder Gebrauchsspuren kann das H-Kennzeichen verwehrt bleiben.

Diese Vorteile bietet das H-Kennzeichen

Der Aufwand für ein H-Kennzeichen kann sich aber lohnen. Denn sie bieten zahlreiche Vorteile für den Fahrzeugbesitzer. Dazu gehören steuerliche Vergünstigungen, günstigere Kfz-Versicherungen und geringere Umweltauflagen.

Oldtimer mit H-Kennzeichen dürfen zum Beispiel auch ohne Katalysator in Umweltzonen fahren. Auch eine Umweltplakette ist nicht notwendig.

Vor allem bei der Kfz-Steuer können sich H-Kennzeichen positiv auswirken. Pauschal werden für Autos 191,73 Euro fällig – unabhängig von Hubraum und Verbrauch. Für historische Motorräder müssen Besitzer nur 46,02 Euro zahlen. Außerdem bieten viele Versicherungen günstigere Tarife für Oldtimer an, da sie davon ausgehen, dass mit diesen Fahrzeugen pfleglicher umgegangen wird.

Lesen Sie hier, was die Zahlencodes auf Diplomatenkennzeichen bedeuten.

H-Kennzeichen: Vorteile im Überblick

  • günstigere Kfz-Steuer
  • preiswerter Kfz-Versicherungsschutz
  • Autos brauchen keinen Katalysator
  • Umweltzonen dürfen ohne Plakette befahren werden

So viel kosten H-Kennzeichen

  • 28 Euro für die Zulassung
  • 80 bis 200 Euro für Oldtimer-Gutachten (abhängig vom Umfang)
  • 50 bis 100 Euro für die Hauptuntersuchung
  • 20 bis 30 Euro für das Prägen des Kennzeichens
  • (optional) 10 bis 13 Euro für Wunschkennzeichen

Erfahren Sie hier, was das "E" auf Kennzeichen bedeutet.

Diese Unterlagen brauchen Sie für ein H-Kennzeichen

Ein H-Kennzeichen für Ihr Auto können Sie bei Ihrer örtlichen Zulassungsbehörde beantragen. Dafür benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Gültigen Personalausweis oder Reisepass
  • Bei juristischen Personen, Firmen und Vereinigungen: Handels- oder Vereinsregisterauszug (nicht älter als drei Jahre ab Ausstellung) und Gewerbeanmeldung
  • Bei Betreuungen für "Behörden- und Verwaltungsangelegenheiten": Betreuerausweis
  • Bei Vertretungen: schriftliche Vollmacht (im Original) sowie Ausweis des Bevollmächtigten (im Original) und Ausweis des Vollmachtgebers (in Kopie)
  • Einverständniserklärung des Fahrzeughalters, dass dem/ der Bevollmächtigten die Kfz-steuerlichen Verhältnisse bekannt gegeben werden dürfen.
  • SEPA-Mandat des Fahrzeughalters/ Kontoinhabers
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (bisher Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (bisher Fahrzeugbrief)
  • Kennzeichenschilder
  • Prüfbericht über eine gültige Hauptuntersuchung (HU)
  • Bei Nutzkraftwagen: Sicherheitsprüfung
  • Oldtimer-Gutachten nach § 23 Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO)

Ebenfalls interessant: Was bedeuten grüne Kennzeichen und welchen Vorteil haben sie?

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Diese Autos dürfen 2018 das H-Kennzeichen bekommen

Ladung aus Osnabrück: VW ließ den VW Corrado G60 bei Karmann bauen. Der Motor des Coupés verfügte über einen mechanischen Spirallader (G-Lader).
Ladung aus Osnabrück: VW ließ den VW Corrado G60 bei Karmann bauen. Der Motor des Coupés verfügte über einen mechanischen Spirallader (G-Lader). © Vack
Offenherzig: 1988 löste der Jaguar XJ-S als Vollcabrio den targa-artigen Vorgänger ab.
Offenherzig: 1988 löste der Jaguar XJ-S als Vollcabrio den targa-artigen Vorgänger ab. © JDHT
Klassischer Look mit Chromleisten und runden Scheinwerfern: So präsentierte sich der BMW M5 vor 30 Jahren mit 232 kW/315 PS.
Klassischer Look mit Chromleisten und runden Scheinwerfern: So präsentierte sich der BMW M5 vor 30 Jahren mit 232 kW/315 PS. © BMW
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Schlicht V8: So nannte Audi 1988 seine sportlich-luxuriöse Limousine. Ihr Achtzylinder leistete 184 kW/250 PS aus 3,6 Liter Hubraum. Damit wurde der V8 bis zu 244 km/h schnell. © Audi
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Kraftnahrung fürs Baby: Die auch "Baby-Benz" genannte Autos der Mercedes-Baureihe W 201 erstarkten 1988 als 190 E 2.5-16 auf 143 kW/194 PS. © Daimler AG
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Nachschlag: Vom Facelift des Vorjahres lieferte Ford 1988 die sportliche Cosworth-Variante mit 150 kW/204 PS nach. © Ford
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Vor 30 Jahren brachten die Rüsselsheimer den besonders windschlüpfrig gezeichneten Opel Vectra auf den Markt. © Opel Automobile GmbH
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Nummer drei nach 1973: Der neue VW Passat (B3) kam als Stufenheck und als Kombi Variant auf den Markt. © Vack
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