Erste Details bekannt

Astrazeneca-Durchbruch: Deutsche Forscher entdecken wohl Ursache für schwere Thrombosen und ein Gegenmittel

Das Vakzin des Herstellers Astrazeneca steht in der Kritik, nun ist Forschern aus Deutschland offenbar eine bahnbrechende Entdeckung gelungen. Sie wollen die Ursache für die schweren Thrombosen entdeckt haben.

Berlin - Seit Wochen sorgt das Vakzin des Herstellers Astrazeneca für negative Schlagzeilen, am Donnerstag wurde für die Verimpfung des Wirkstoffs jedoch wieder grünes Licht gegeben. Obwohl der Impfstoff eventuell schwere Nebenwirkungen verursachen kann, überwiege der Nutzen innerhalb der Corona-Pandemie*. Nun ist es jedoch offenbar Forschern aus Deutschland gelungen, die Ursache für die schweren Hirnthrombosen zu entdecken.

Die Impf-Strategie in Deutschland dürfte durch die zwischenzeitliche Prüfung des Vakzins noch einmal für Verzögerungen sorgen. Währenddessen steigen die Corona-Zahlen in Deutschland erneut stark an, bei einer Pressekonferenz informierten Bundesgesundheitsminister Spahn, das RKI und Experte Karl Lauterbach am Freitag.

Astrazeneca-Impfstoff: Forscher melden Durchbruch - Ursache für Hirnthrombosen entdeckt

Wie der NDR am Freitag berichtet, sollen die Experten der Unimedizin Greifswald eine offenbar bahnbrechende Entdeckung vermeldet haben. Demnach löse der Impfstoff bei einigen Menschen „einen Abwehrmechanismus“ aus. Demnach „aktiviere“ der Impfstoff die Blutplättchen, sogenannte Thrombozyten. Dieser Vorgang erfolge normalerweise nur bei einer Wundheilung, wenn das Blut gerinnt. Dabei werde normal eine Wunde verschlossen. Durch den Impfstoff* könne jedoch genau dieser Mechanismus ausgelöst werden, ein Blutgerinnsel sei die Folge. Offenbar überwiegend im Gehirn.

Astrazeneca-Impfstoff: Experten entdecken auch Gegenmittel - Erste Details bekannt

Wie der NDR weiter berichtet, entdeckten die Forscher bei ihrer Untersuchung nicht nur die Ursache für die schweren Hirnthrombosen*. Sie entdeckten vielmehr sogar ein geeignetes Gegenmittel. Demnach könne betroffenen Personen ab sofort ein Wirkstoff „verabreicht werden, der gegen die Thrombose hilft“. Dies sei jedoch erst nach dem Auftreten der Thrombose möglich und nicht bereits zeitgleich zur Verabreichung des Vakzins.

Wie der NDR weiter berichtet, hatten sich die Forscher aus Greifswald direkt nach dem Impfstopp des Wirkstoffs von Astrezeneca an das Paul-Ehrlich-Institut gewandt. Den Experten seien dann Blutproben von bislang betroffenen Patienten zur Verfügung gestellt worden. Dabei sei auch mit Ärzten aus Österreich zusammengearbeitet worden. In Österreich machte erst vor kurzem der Fall einer betroffenen Krankenschwester Schlagzeilen. Die Frau war nach einer Impfung mit dem Wirkstoff verstorben. Auch in Bayern geriet ein Fall in die Schlagzeilen, eine junge Frau verstarb kurz nach einer Impfung. *Merkur.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe

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