Zwölf Menschen verletzt

Raubüberfall in Postbank: Täter versprühen in Bankfiliale Reizgas - doch ein Mitarbeiter wehrt sich

Bewaffnete Polizisten steigen über ein Geländer.
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Großaufgebot der Polizei auf dem Berliner Hermannplatz nach einem Raubüberfall.

Großeinsatz auf dem Berliner Hermannplatz: Vier Unbekannte verüben einen Raubüberfall auf eine Bank im Karstadt - Polizei sucht weitere Täter im Warenhaus

  • Vor dem Karstadt auf dem Berliner Hermannplatz ist aktuell ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr im Einsatz.
  • Auf die Filiale einer Bank im Karstadt wurde ein Reizgasangriff verübt - es gab mindestens elf Verletzte, vier davon werden im Krankenhaus behandelt.
  • Die Polizei durchsucht das Kaufhaus nach weiteren Tätern und bereitet sich auf mehr mögliche Opfer vor.

Update vom 31. Juli, 20.20 Uhr: Die Täter, die am Freitagnachmittag versuchten eine Postbank-Filiale am Berliner Hermannplatz zu überfallen, sind weiterhin auf der Flucht. Die Polizei fahndet nach den Räubern. Diese hatten in der Postbank Reizgas versprüht und damit mehrere Menschen verletzt. Jedoch blieb der Raubüberfall offenbar ohne Erfolg: Die Täter sollen erst versucht haben, einem Angehörigen einer Geldtransporter-Besatzung Geld zu entreißen, wie Polizeisprecher Thilo Cablitz mitteilte. Der Mitarbeiter des Geldtransportunternehmens wehrte sich jedoch gegen die Räuber, so dass sie schließlich Reißaus nahmen. In der Bankfiliale sollte laut Polizei gerade ein Geldautomat aufgefüllt werden.

Nach dem Überfall wurden nach Polizeiangaben zwölf Verletzte behandelt. Vier von ihnen kamen laut Feuerwehr ins Krankenhaus, um dort ambulant versorgt zu werden. Die Verletzten sollen Bankkunden sein. Um 13.30 Uhr war der Notruf bei Polizei und Feuerwehr eingegangen.

Berlin-Neukölln: Banküberfall mit Reizgas - Zwölf Verletzte, Täter weiter auf der Flucht

Das traditionsreiche Warenhaus am Hermannplatz wurde mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Mehr als ein Dutzend Polizeiwagen kamen zusammen, Beamte mit schusssicheren Westen postierten sich, Spezialkräfte durchsuchten das Gebäude. Es gab zuerst widersprüchliche Angaben von Zeugen. Einige wollten gesehen haben, dass Räuber in das mehrstöckige Kaufhaus geflohen waren, andere sagten, sie seien nach draußen gelaufen. Von einer akuten Gefahr ging die Polizei erstmal nicht aus. Von Cablitz kam der Standardsatz: „Wir ermitteln in alle Richtungen.“

Berlin-Neukölln: Banküberfall mit Reizgas - Polizei fahndet nach dunklem Audi

Nach den Räubern und dem Fluchtwagen - einem dunklen Audi - wurde noch am Abend gefahndet. „Wir haben Täterbeschreibungen“, sagte der Polizeisprecher. Die Ermittler haben unterdessen herausbekommen, dass Kennzeichen und Fahrzeug nicht übereinstimmen.

Hinter den Absperrungen standen Schaulustige. Der Verkehr staute sich an diesem heißen Nachmittag in Berlin. Doch in den Geschäften gegenüber vom Eingang hat niemand etwas gesehen. „Es war überraschend ruhig“, sagte eine Kioskmitarbeiterin. Sie habe erst mit der Ankunft der Polizei davon mitbekommen.

Berlin/Hermannplatz: Banküberfall einer Postbank-Filiale missglückt - Täter auf der Flucht

Update, 17.43 Uhr: Nach wie vor ist die Nachrichtenlage zum Raubüberfall im Berliner Karstadt diffus: So ist weiterhin nicht bekannt, ob die Täter überhaupt Geld erbeuten konnten. Nach Informationen des Focus sollen die vier Unbekannten mit einem Auto geflohen sein, dessen Kennzeichen aber laut Polizei nicht zum Autotyp gepasst habe.

Einen Anhaltspunkt hat die Polizei demnach aber: Es soll Beschreibungen von den Tätern geben. Erste Spekulationen, wonach die Täter aus dem Milieu der Bandenkriminalität in Berlin stammen könnten, wurden von der Polizei aber nicht bestätigt. Es werde weiterhin in alle Richtungen ermittelt. Außerdem wurde bekannt, dass von den elf Verletzten vier im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Update, 16.30 Uhr: Es gibt nähere Informationen von der Polizei: Demnach haben vier Unbekannte in einer Bankfiliale, die sich im Karstadt befindet, eine Reizgasflasche entleert. Danach seien sie geflüchtet. Nach den Tätern wird derzeit noch gesucht. Ebenso sei noch unklar, ob sich noch weitere Täter in der Karstadt-Filiale befinden - das Warenhaus wird aktuell noch durchsucht.

Erstmeldung vom 31.07.2020, 15.40 Uhr: Berlin - Am Berliner Hermannplatz ist ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr im Einsatz. Der Hermannplatz liegt im Bezirk Berlin-Neukölln und beherbergt unter anderem eine Karstadt und eine Postbank-Filiale. Es soll mehrere Verletzte gegeben haben, die vor Ort behandelt werden, wie ein Sprecher der Feuerwehr Berlin sagte.

Großeinsatz am Hermannplatz Berlin: Acht Verletzte nach Raubüberfall

Fest scheint zu stehen, dass es einen Raubüberfall gegeben hat. Wie Zeugen berichten, könnte der Überfall der Postbankfiliale gegolten haben. Vor Ort ist unter anderem ein freier Journalist aus Palästina:

Auf seinem Video ist zu sehen, wie sich Polizei- und Feuerwehrautos allerdings nicht vor der Postbank, sondern vor der Karstadt-Filiale aufreihen. Immer mehr Einsatzkräfte treffen ein, es kommt bereits zu Stau auf der Straße durch Schaulustige.

Nach Informationen der dpa wurde der Karstadt mit rot-weißen Absperrbändern abgesperrt, es hätten sich schwer bewaffnete Einsatzkräfte vor den Türen postiert. Der Grund war demnach ein Reizgasangriff in einem Warenhaus. Acht Personen sollen dabei verletzt worden sein. Die etwa 40 Einsatzkräfte vor Ort würden sich aktuell noch auf weitere Betroffene vorbereiten.

Raubüberfall in Berlin: Zeitung berichtet von Angriff auf Geldtransporter

In der Berliner Zeitung hatte es - ähnlich zu den ersten Zeugenberichten - zuerst geheißen, es habe einen Überfall auf einen Geldtransporter gegeben. Der Geldtransporter sei auch auf Videos vor Ort zu sehen. Die Sprecher der Einsatzkräfte wollten jedoch keinen Überfall auf einen Geldtransporter bestätigen. Erst vor Kurzem hatte ein anderer Raubüberfall für Entsetzen gesorgt - besonders die brutale Waffe des Täters. (kat/dpa)

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