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Nach Ende der Priorisierung: Holetschek kündigt Impfangebot für Schüler an - und nennt Zeitpunkt

  • Katharina Haase
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Die Inzidenz in Bayern ist stark gefallen. Womöglich sollen bald auch Schüler geimpft werden. Alle News im Ticker für Bayern.

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  • Die Corona*-Lage in Bayern scheint sich zu entspannen.
  • Die Impfpriorisierung in Bayern fällt noch diese Woche. (Siehe Update vom 17. Mai, 18.46 Uhr)
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Update vom 18. Mai, 7.08 Uhr: Nachdem an einem Gymnasium in Planegg (Landkreis München) bereits in einem Pilotprojekt die Vorbereitungen dafür getroffen werden, bald auch Schüler zu impfen, hat sich Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nun zu den allgemeinen Vorbereitungen der Staatsregierung die Kinder-Impfungen betreffend geäußert.

In einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen kündigte er den Plan an, bis zum Ende der Sommerferien allen Schülern ab zwölf Jahren eine Corona-Impfung anzubieten und den Präsenzunterricht im kommenden Schuljahr zu sichern. In Bayern gibt es rund 835 000 Schüler zwischen 12 und 18 Jahren. „Sofern der Impfstoff zugelassen wird, gehe ich davon aus, dass jede Schülerin und sogar jeder Schüler ab zwölf Jahren bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot bekommt“, sagte der Minister der Zeitung.

Corona in Bayern: Holetschek kündigt Impfangebot für Schüler an

Holetschek sagte, derzeit werde ein Konzept erarbeitet, wie die Impfungen für Schüler logistisch organisiert werden könnten. „Wir wollen die Impfzentren einbinden und prüfen, ob auch an den Schulen selbst geimpft werden kann.“ Auch die Haus-, Kinder- und Jugendärzte sollten eingebunden sein. Der Gesundheitsminister forderte vom Bund zusätzliche Impfdosen über die jetzigen Kontingente, die bei Biontech derzeit ab 16 Jahren zugelassen sind. „Der Impfstoff für Schüler muss komplett vom Bund zur Verfügung gestellt werden - so ist es vereinbart“, sagte Holetschek. Aber: „Es ist wichtig, dass er nicht anderswo fehlt.“ Die Impfung für Kinder und Jugendliche soll - wie auch bei Erwachsenen -ein freiwilliges Angebot sein.

Update vom 17. Mai, 18.46 Uhr: Bayerns Hausärzte dürfen Patienten von diesem Donnerstag (20. Mai) an unabhängig von der Impfreihenfolge mit sämtlichen Corona-Impfstoffen impfen. Diesen Termin nannte am Montag Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte das Ende der Priorisierung am vergangenen Mittwoch für diese Woche angekündigt, dabei aber zunächst noch keinen konkreten Termin genannt.

Corona in Bayern: Impfpriorisierung im Freistaat fällt noch diese Woche

Bayern geht damit schneller voran als andere Länder. Bundesweit soll bei den Corona-Impfungen in Deutschland ab dem 7. Juni keine festgelegte Reihenfolge mehr gelten, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag in Berlin nach einem entsprechenden Beschluss der Ressortchefs von Bund und Ländern mitteilte.

Update vom 17. Mai, 14.33 Uhr: In München steigt die 7-Tage-Inzidenz dank am Sonntag 127 neu gemeldeter Fälle wieder leicht auf 54,3 gestiegen, liegt aber weiterhin auf moderaten Niveau.

Update vom 17. Mai, 10.27 Uhr: In Bayern soll es ab September eine spezielle Ambulanz für Corona-Spätfolgen bei Kindern geben. Sie wird in München aufgebaut. Ziel ist es, Long-Covid-Symptome bei Kindern, die an Corona erkrankt waren, zu behandeln und auch zu erforschen.

Update vom 17. Mai, 6.52 Uhr: Die Corona*-Inzidenz in Bayern ist zum ersten Mal seit Tagen nicht weiter gesunken, allerdings auch nicht erheblich gestiegen. Am Montagmorgen liegt sie, den offiziellen Angaben des Robert-Koch-Instituts* von 3.10 Uhr zufolge, bei 82,6 und somit nur 0,1 höher als am Vortag. Die bundesweite Inzidenz liegt bei 83,1, wie schon am Sonntag. Es wurden 1027 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden im Freistaat registriert sowie elf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Corona in Bayern: Inzidenz sinkt weiter - doch Deutschlands Top-Hotspots im Freistaat

Die beiden bayerischen Hotspots, die noch am Vortag bundesweit die ersten Ränge in ganz Deutschland belegt haben, sind nun auf Platz zwei und drei abgerutscht. Zwar sind die Inzidenzen noch immer sehr hoch, die Entwicklung ist aber sowohl in der Stadt Coburg (219,1 statt 245,9) sowie der Stadt Schweinfurt (228,4 statt 232,1) positiv. Die bayernweit niedrigsten Corona-Zahlen hat derzeit der Landkreis Würzburg mit einem Wert von 34,5 gefolgt von der Stadt Weiden in der Oberpfalz mit 35,1.

In der Landeshauptstadt München liegt die Inzidenz am Montag bei 54,3 und somit leicht höher als am Vortag. Damit verharrt München weiterhin über der Marke von 50, deren Unterschreitung für weitere Lockerungen nötig wäre.

Update vom 16. Mai, 17.25 Uhr: In München ist die wichtige 7-Tage-Inzidenz weiter auf einem niedrigen Niveau. Aktuell liegt der Wert bei 53,3 (siehe Erstmeldung weiter unten), der Trend in den vergangenen Tagen ist konstant sinkend. Die Polizei der Landeshauptstadt hat sich jetzt mit einem Appell an die Bevölkerung gerichtet. Dabei erinnerten die Beamten via Twitter eindringlich an die weiter bestehende Maskenpflicht in der Innenstadt.

Corona in Bayern: Münchner Polizei mit Appell - und eindringlicher Warnung

„Liebe Münchner:innen, bitte denkt daran, es gilt weiterhin die Maskenpflicht in der Münchner Fußgängerzone. Wir müssen feststellen, dass die Disziplin hier nachlässt. Wir werden daher verstärkt kontrollieren und die Verstöße ahnden. Bitte haltet Euch an die Regeln,“ so die Polizei auf Twitter. Die Maskenpflicht in der Innenstadt gilt weiterhin vom Stachus bis Marienplatz, über die Theatinerstraße, den Odeonsplatz, den Opernplatz, die Maximilianstraße, den Viktualienmarkt und im Tal.

Update vom 16. Mai, 13.56 Uhr: Bayern will dem besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Indien mit Medizintechnik helfen. Wie die Staatsregierung am Sonntag berichtete, sind 100 Beatmungsgeräte aus dem Pandemiezentrallager des Freistaats an den indischen Generalkonsul Mohit Yadav übergeben worden.

Corona: Notlage in Indien hält an - Bayern hilft mit Beatmungsgeräten

Voraussichtlich in der kommenden Woche würden die Geräte auf den Weg gebracht. „Diese Maßnahme ist ein Akt der Humanität und Solidarität mit einem engen Partner Bayerns, der sich in einer akuten Notlage befindet“, sagte die bayerische Ministerin für Internationales, Melanie Huml (CSU).

Seit Pandemiebeginn sind in Indien mehr als 24 Millionen Corona-Infektionen registriert worden. Bei der Behandlung von
Erkrankten gibt es insbesondere einen Mangel an Beatmungsplätzen in den Kliniken. Deutschland und zahlreiche andere Länder hatten deshalb bereits entsprechende Technik nach Indien geliefert.

Erstmeldung vom 16. Mai, 9.00 Uhr

München - Die Corona*-Inzidenz in Bayern sinkt immer weiter. Am Sonntag, 16. Mai, liegt sie, den offiziellen Angaben des Robert-Koch-Instituts* von 3.10 Uhr zufolge, bei 82,5 und somit knapp unter der bundesweiten Marke von 83,1. Es wurden 1521 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden im Freistaat registriert sowie neun weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Corona in Bayern: Inzidenz sinkt weiter - doch Deutschlands Top-Hotspots im Freistaat

Obwohl die Zahlen insgesamt sinken und sich die Inzidenz immer weiter dem Grenzwert von 50 nähert, was weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Aussicht stellt, liegen die zwei Top-Hotspots der Pandemie derzeit in Bayern: Die Stadt Coburg mit einer Inzidenz von 245,9 sowie die Stadt Schweinfurt mit einer Inzidenz von 232,1. Die bayernweit niedrigsten Corona-Zahlen hat derzeit der Landkreis Würzburg mit einem Wert von 32 gefolgt von den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Landsberg am Lech mit jeweils 35,7.

In der Landeshauptstadt München liegt die Inzidenz am Sonntag bei 53,5 und somit auf Vortages-Niveau. In der Landeshauptstadt hofft man ebenfalls auf die baldige Unterschreitung der 50er-Marke. Der zugehörige Landkreis München hatte diese bereits am Freitag unterschritten. Nun liegt der Wert allerdings wieder nahe an der 60. Mögliche Lockerungen, läge die Inzidenzstabil unter 50, wären beispielsweise das Wegfallen der Testpflicht* bei Gastronomie-Besuchen sowie weitere Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen.

*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Bayern hebt die Priorisierung der Impfstoffe* gegen das Coronavirus auf. Doch wie kommt man an einen Termin, wo kann man sich impfen lassen? Ein Überblick.*

Rubriklistenbild: © Frank Hoermann/SVEN SIMON/imago images

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