Neue Selbstauskunft

Coronavirus in Deutschland: Familie entlassen - Für Kinder Quarantäne mit dramatischen Auswirkungen

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Marburger Forscher suchen Impfstoff gegen Coronavirus

Circa 200 Menschen befinden sich derzeit in Deutschland in Quarantäne. 16 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus sind bekannt. Wissenschaftler haben sich zu einer Corona-Virus-Pandemie geäußert.

  • Die Zahl der Corona-Sars-CoV-2-Infektionen ist womöglich sehr viel höher als angenommen. 
  • Im bayerischen Starnberg* werden die 16 ehemaligen Verdachtsfälle aus der Quarantäne entlassen. 
  • Die WHO warnt: Bisher bekannte Fälle könnten nur „die Spitze des Eisbergs“ sein.

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Coronavirus in Deutschland: Familie entlassen - Für Kinder Quarantäne mit dramatischen Auswirkungen

Update vom 17. Februar, 13.38 Uhr: Eine fünfköpfige Familie aus dem Landkreis Traunstein in Bayern konnte nach einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 aus dem Krankenhaus in Trostberg entlassen werden. Für die drei Kinder sei die Quarantäne psychisch stark belastend gewesen, teilte die Leitung der Kliniken Südostbayern am Montag mit, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Sieben Coronavirus-Patienten befinden sich demnach in Bayern noch in Behandlung.  

Die Bundesregierung erwägt eine Rückholaktion deutscher Passagiere von dem unter Quarantäne stehendem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ in Japan und vom Coronavirus betroffenen Kreuzfahrtschiff „Westerdam“ in Kambodscha.  

Quarantäne für China-Rückkehrer endet

Update vom 16. Februar, 8.50 Uhr: Negative Test Ergebnisse -  nach zwei Wochen endet am Sonntag die Quarantäne für die 100 China-Rückkehrerer. Alle Bürgerinnen und Bürger würde daher am Sonntag aus der Kaserne in Germersheim entlassen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Update vom 15. Februar, 19.50 Uhr: Am Sonntag könnten die über 100 China-Rückkehrer nach rund zwei Wochen aus der Quarantäne in einer Bundeswehrkaserne im pfälzischen Germersheim entlassen werden. Am Sonntag sollen die Tests auf das Sars-CoV-2 vorliegen. Fallen diese wie erwartet und wie die drei vorangegangenen Tests negativ aus, steht den Heimkehrern noch eine abschließende Untersuchung durch einen Arzt bevor. Daraufhin soll entschieden werden, ob die Quarantäne aufgehoben wird. Für den Fall ist ein Bustransport organisiert.

122 deutsche Staatsbürger und Familienangehörige waren aus der vom Sars-CoV-2-Virus besonders betroffenen chinesischen Stadt Wuhan nach Frankfurt am Main geflogen und am 1. Februar in die Kaserne nach Germersheim gebracht worden. Die angedachte Quarantänezeit von 14 Tagen rührt daher, dass die maximale Inkubationszeit, also die Frist von der möglichen Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch, wahrscheinlich meist so lange dauert. Neben den Rückkehrern haben auch 22 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes die vergangenen Tage in der Kaserne verbracht.

Coronavirus-Alarm: Ein Münchner sitzt auf der „Diamond Princess“ fest - zweimal am Tag darf er kurz an die frische Luft.*

Coronavirus Sars-CoV-2: Das ist der Plan für Deutschland

Update vom 15. Februar, 11.44 Uhr: Flugpassagiere aus China werden vor der Landung in Frankfurt und München nun genauer nach einem möglichen Kontakt mit dem neuen Coronavirus befragt. Bei Direktflügen muss dafür ab sofort eine Selbstauskunft mit drei Fragen an Bord verteilt werden, wie das Bundesgesundheitsministerium und die Fachressorts in Hessen und Bayern am Samstag mitteilten. Dabei geht es darum, ob Reisende mit infizierten Menschen Kontakt hatten oder sich im Infektionsgebiet in China aufgehalten haben. Schon bisher müssen es Piloten beim Tower melden, wenn Passagiere offensichtlich krank sind. Die Selbstauskunft soll dem Bordpersonal eine weitere Entscheidungshilfe dafür geben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte: „Das ist eine der Lage angemessene Methode, um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und Europa zu verhindern.“ Das zusätzliche Verfahren war im Kreis der EU-Ressortchefs abgestimmt worden. Sollte ein Passagier mit Krankheitsanzeichen gemeldet werden, geht den Angaben zufolge eine Information an den Medizinische Dienst am Flughafen. Ein Arzt untersucht den Passagier an Bord und entscheidet über das Vorgehen.

Die neuen Vorgaben für Fluggesellschaften hat das Bundesministerium angeordnet. Sie greifen demnach vorerst an den zwei größten deutschen Flughäfen in Frankfurt und München, da es aktuell nur dort noch Direktflüge aus China gibt.

Übrigens: Die chinesische Regierung hat wegen eines Meinungsbeitrags zum Coronavirus eine sehr drastische Maßnahme ergriffen. Drei Journalisten des „Wall Street Journals“ müssen das Land verlassen - nun steht Peking in der Kritik.

Coronavirus in Deutschland: Experten malen Schreckens-Szenario - Virologe erklärt neue Erkenntnis zu Verbreitungsweg

Update vom 14. Februar 2020, 18.25 Uhr: Die beiden mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Patienten sind am Freitag aus der Frankfurter Uniklinik entlassen worden. „Sie sind symptomfrei und nachweislich nicht ansteckend“, teilte ein Sprecher des Universitätsklinikums am Freitag mit. Es bestehe keine Gefährdung für sie oder ihre Umgebung. Die beiden Patienten waren am 2. Februar eingeliefert worden.

Sie waren am Tag zuvor zusammen mit 124 anderen Menschen aus der von der Epidemie besonders schwer betroffenen chinesischen Stadt Wuhan ausgeflogen und dann in eine Kaserne in Germersheim zur Quarantäne gebracht worden. Nachdem dort die Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2 nachgewiesen worden war, wurden die beiden Patienten nach Frankfurt gebracht.

Sie seien am Universitätsklinikum „sehr detailliert untersucht und getestet“ worden, erklärte der Sprecher. Aufgrund der sehr intensiven Diagnostik könne die Vorgehensweise von der bei den in Germersheim untergebrachten Personen abweichen.

Bei den China-Rückkehrern in der Quarantäne in Germersheim liegen voraussichtlich am Sonntag Ergebnisse der letzten Tests vor. Sofern diese keine Auffälligkeiten aufweisen, wird die Quarantäne am Sonntagmittag aufgehoben, wie das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium am Freitag in Mainz mitteilte. Voraussetzung sei, dass es keine Hinweise auf eine Erkrankung oder Infektion mit Sars-CoV-2 gebe. Zudem ist noch eine Abschlussuntersuchung geplant. 

Nun machte ein Experte die Hoffnung vieler Menschen zunicht, dass eine Impfung gegen das Coronavirus eine Pandemie verhindern könne, wie merkur.de* berichtet.

Coronavirus hat extreme Auswirkungen auch auf Tourismus-Branche

Update vom 14. Februar 2020: Das Coronavirus sorgt nicht nur im Luftverkehr, sondern auch bei Kreuzfahrten für Einschränkungen. Jüngstes Beispiel ist Aida Cruises: Die Reederei sagt wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 seine noch bis April geplanten Asienfahrten ab und will Urlaubern ein Alternativprogramm in anderen Regionen anbieten. Auch deutsche Touristen könnten von den Absagen betroffen sein.

Die „Aidavita“ werde bereits am 16. Februar in Laem Chabang bei Bangkok ihre Asien- und Australiensaison beenden, die „Aidabella“ am 17. Februar, teilte die Reederei mit. Die Schiffe würden in andere Fahrtgebiete überführt, hieß es weiter. Wie das Alternativprogramm aussieht, will Aida in den kommenden Tagen bekanntgeben. Betroffenen Gästen der abgesagten Reisen werde man den Reisepreis zurückerstatten und alternative Urlaubsmöglichkeiten aus dem Aida-Reiseprogramm anbieten. Betroffene können Aida Cruises zufolge auch kostenlos auf eine andere Reise umbuchen.

Aus Sicht des Reiserechtlers Paul Degott haben betroffene Reisende eventuell Anspruch auf Schadenersatz aufgrund nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit. Denn der Veranstalter habe die Reisen aus planerischen Gründen abgesagt und nicht wegen eines außergewöhnlichen Umstands von außen, der unmittelbar auf die Durchführung einer Reise einwirke und sie verhindere. „Ich würde 50 Prozent des Reisepreises taxieren.“

Coronavirus: Experten warnen vor Pandemie und malen Schreckens-Szenario - Virologe erklärt Verbreitungsweg

Update vom 13. Februar 17.36 Uhr: Nach den jetzigen Erkenntnissen, deutet vieles darauf hin, dass die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 wie eine schwere Grippewelle verläuft. Das Virus überträgt sich wohl von Rachen zu Rachen, wie auch Influenza-Viren. 

Eine Coronavirus-Infektion zeige sich schon durch Erkältungssymptome, wie leichtes Frösteln, sagt Charité-Virologe Christian Drosten. Es sei nicht ausgeschlossen, dass es vielleicht eine Infektions-Welle in Deutschland geben wird.  

Über ein Szenario einer möglichen Coronavirus-Pandemie in Deutschland spricht Drosten auf einer Pressekonferenz in Berlin ganz offen: „Wenn es zu einer Infektionswelle kommt, sind die Wartebereiche voll. Die Gesundheitsämter sind überlastet.“ Auch Operationsäle wären voll. Patienten mit normalen Erkrankungen würden warten müssen.

Der Virologe appelliert daran, dass sich jeder mit dieser neuartigen Krankheit befassen sollte. Die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 tritt als Erkältungskrankheit in Erscheinung. Kinder wären kaum betroffen, so Drosten. Es gäbe eine Betonung auf das männliche Geschlecht. Für ältere Menschen sei das Virus Sars-CoV-2 ein Risiko. 

Die Sterblichkeitsrate bei Coronavirus-Patienten liegt bei allen im Ausland Erkrankten bei 0,2 Prozent. Die Todesfälle liegen damit im Bereich einer typischer Grippepandemien, wie es sie etwa in den Jahren 1957 und 1968 gegeben hätte.

Warnung vor Corona-Pandemie: Wissenschaftler informieren in Berlin 

Update vom 13. Februar, 16.36 Uhr: Experten in Berlin äußern sich zum Ausbruch des Coronavirus in China. Viele Fragen zum neuartigen Virus sind noch unklar. Ob eine Pandemie in Deutschland bevor steht, lässt sich nach Angaben der Wissenschaftler zu diesem Zeitpunkt schwer sagen. „ Wir sind lange noch nicht in der Lage einen Ausbruch zu prognostizieren“, sagt Prof. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts.

Eine Coronavirus-Pandemie in Deutschland und Europa sei möglich. Doch Deutschland sei in der Lage größere Ausbrüche einzudämmen. 

„Es ist so, dass wir vieles nicht wissen, was wir wissen müssten“, sagt Christian Drosten Direktor Institut für Virologie an der Charité auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Berlin.
Das neuartige Virus überträgt sich jedoch wohl von Rachen zu Rachen. Anders als das Sars-Virus bei dem der Rezeptor in der Lunge liegt. Eine Übertragung von Lunge zu Lunge sei ein weiterer Infektionsweg, betont Drosten. 

Derzeit gibt es außerhalb Chinas 503 Coronavirus-Fälle in 24 Ländern. In China selbst gibt es nach Ansicht der Wissenschaftler eine völlig falsche Einschätzung der Zahlen.  

Coronavirus in Deutschland: Coronavirus-Patient entlassen

Update vom 13. Februar, 14.03 Uhr: Ein Coronavirus-Patient hat die Klinik in München-Schwabing (Bayern) verlassen. Die Person sei, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilt wieder vollständig gesund und nicht mehr ansteckend. Vorausgegangen seien intensive Abstimmungsgespräche des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit hochrangigen wissenschaftlichen Experten unter Beteiligung des Robert Koch-Institutes. Einzelheiten zur Person werden mit Blick auf den erforderlichen Persönlichkeitsschutz nicht genannt. Am 12. Februar war bereits ein Coronavirus-Patient aus der Klinik entlassen worden. Acht Patienten verbleiben noch in der Klinik. Ihr Zustand sei stabil. 

Dabei hat Bayern derzeit ein größeres Problem, wie Merkur.de* berichtet. Die Grippewelle breitet sich aus und bei der Influenza ist die Dunkelziffer extrem hoch, warnt ein Experte. 

Coronavirus in Deutschland: Pharma-Experten befürchten Arzneimittel-Engpässe

Update vom 13. Februar, 11.26 Uhr: Pharma-Experten hatten schon vor Tagen gewarnt: Die Coronavirus - Covid-19-Epidemie - in China kann zu Engpässen bei Arzneimitteln vor allem zu Antibiotika-Engpässen in Deutschland führen. Da die Herstellung von Wirkstoffen in der stark betroffenen Provinz Hubei stillstehe. Die Lagervorräte für die Weiterverarbeitung schwinden, sagte Pharma-Experte Morris Hosseini bei der Beratungsgesellschaft Roland Berger. Im Kampf gegen das Coronavirus war kurzfristig ein Treffen der Gesundheitsminister in Brüssel einberufen worden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert eine Koordinierung bei Einreisekontrollen.   

Update vom 13. Februar, 7.12 Uhr: Schlechte Nachrichten aus der Provinz Hubei: Die Zahl der Infizierten in China ist drastisch gestiegen

Update vom 12. Februar, 16.30 Uhr: Auf das Coronavirus reagiert hat nun auch das Wirtschafts- und Handelsbüro Hongkong in Berlin. Am 19. Februar sollte eigentlich der chinesische Neujahrsempfang zum „Jahr der Ratte“ in München stattfinden. Als Vorsichtsmaßnahme ist die Veranstaltung jedoch abgesagt worden. „Im Anschluss an die jüngste Erklärung der Weltgesundheitsorganisation in Bezug auf das neuartige Coronavirus* halten wir die Verschiebung der Veranstaltung für eine richtige Entscheidung“, heißt es in einem Schreiben des Wirtschafts- und Handelsbüro Hongkong

Coronavirus in Deutschland: WHO gibt der Krankheit jetzt offiziell neuen Namen 

Update vom 12. Februar, 8.43 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der Infizierten in den vergangenen Tagen auf 16 gestiegen. Auch aus China werden täglich Tausende Neu-Infizierte und auch Tote gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden sind dort fast 100 Menschen gestorben. 

Die neue Lungenerkrankung durch die Coronavirus-Infektion hat jetzt einen eigenen Namen: Die bisher oft mit „2019-CoV“ abgekürzte Erkrankung heißt nun Covid-19. Dabei steht Covid für „Corona Virus Disease“. 

Mit dem Namen für die Lungenkrankheit erhielt auch das Virus selbst eine neue offizielle Bezeichnung. Das Coronavirus zählt zu der Sars-Virus-Gruppe. Jetzt wird es als Sars-CoV-2 bezeichnet. Die neuen Namen für das Virus und die Krankheit hat das Team des Internationalen Komitees zur Taxonomie von Viren vergeben. 

Das Team hatte bereits den Sars-Virus (Sars-CoV), an dem 2002 und 2003 mehrere Hundert Menschen gestorben waren, benannt. 

Update vom 11. Februar, 21.39 Uhr:Produktionsausfälle in China wegen des neuen Erregers könnten Pharmaexperten zufolge zu Antibiotika-Engpässen in Deutschland führen. Da die Herstellung von Wirkstoffen in der stark betroffenen Provinz Hubei stillstehe, schwänden die Lagervorräte für die Weiterverarbeitung, sagte Morris Hosseini, Pharmaexperte bei der Beratungsgesellschaft Roland Berger. Erschwerend komme hinzu, dass mit dem chinesischen Neujahrsfest die Produktion ohnehin ruhte. Kurzfristig reichten die Bestände noch aus, doch bei einem längerfristigen Stopp in den chinesischen Werken drohten Lieferengpässe.

Weltweit sei die Pharmabranche in der Wirkstoff-Produktion abhängig von China, sagte Hosseini. „Wenn sich die Situation in den chinesischen Produktionsstätten mittelfristig nicht entspannt, wird sich die Lage in Europa zuspitzen.“ Behörden sehen noch keinen Grund zur Sorge. Es lägen „bislang keine Hinweise vor, dass es aufgrund des Coronavirus zu kurzfristigen Liefer- oder Versorgungsengpässen kommen wird“, teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn mit.

Coronavirus in Deutschland: Zwei neue Infizierte in Bayern bestätigt

Update vom 11.02.2020, 19.39 Uhr: Mittlerweile gibt es in Bayern zwei neue, bestätigte Coronavirus-Fälle. Auch sie sollen in Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer Webasto aus Stockdorf* stehen, wie das bayerische Gesundheitsministerium unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte. Vermutlich handelt es sich bei den beiden Neuerkrankungen um die neuen Verdachtsfälle, die am Nachmittag aus Passau gemeldet wurden (s.unten). Einzelheiten zu den zwei neuen Fällen soll es am Mittwoch geben. 

Coronavirus in Deutschland: neue Verdachtsfälle in Passau

Update vom 11.02.2020, 17.02 Uhr: Nachdem die 14 deutschen Corona-Infizierten nur als Spitze des Eisbergs gegolten hatten, gibt es in Passau nun tatsächlich neue Verdachtsfälle. Derzeit werden die beiden Betroffenen im Klinikum Passau untersucht, Testergebnisse liegen aber noch nicht vor. Ein Verdachtsfall sei zwar noch nicht begründet, wie es weiter hieß, aber die beiden Patienten wurden vorsichtshalber isoliert. 

Coronavirus: WHO warnt - 16 Infizierte in Deutschland womöglich nur „die Spitze des Eisbergs“

Erstmeldung vom 11. Februar 2020: Das neuartige Coronavirus* breitet sich weiterhin rasant aus. Mittlerweile geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) davon aus, dass weit mehr als 40.000 Menschen infiziert sind. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO könnten die bisher bekannten Fälle außerhalb Chinas nur „die Spitze des Eisbergs“ sein. 

Die WHO sieht Grund zur Alarmierung. Jüngste Informationen machen klar, dass in China nur Erkrankungen in der Infektionsstatistik geführt werden, die starke Symptome der Lungenerkrankung* aufweisen. Inzwischen wissen die Experten aber: Oft verläuft die Corona-Infektion* mit keinen oder nur sehr geringen Symptomen. Das könnte auch dazu führen, dass viele Fälle in Deutschland und Europa unerkannt bleiben - und sich das Virus somit weiterhin ungehindert ausbreitet.

Deutschland: Coronavirus - Erste Menschen aus der Quarantäne entlassen

Derweil werden die ersten Menschen in Bayern aus der Quarantäne entlassen. Die zwölf Infektionsfälle im Freistaat* konnten in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto gebracht werden. Knapp 200 Menschen aus dem näheren Umfeld der Erkrankten sind unter Hausarrest gestellt worden. Am Sonntag wurden die ersten 16 in Starnberg aus ihrer Quarantäne entlassen. Mitte der Woche sollten auch die restlichen rund 180 Menschen wieder nach Hause dürfen. Auch in Passau wurden jetzt zwei Verdachtsfälle gemeldet.*

Coronavirus: In den Kliniken Berlin Köpenick werden deutsche Heimkehrer aus der Region Wuhan in Quarantäne überwacht.

Während sich die Zahlen in Deutschland zu stabilisieren scheinen, stufte Großbritannien die Corona-Epidemie kürzlich als „ernsthafte und unmittelbar bevorstehende Bedrohung“ ein. Im Vereinigten Königreich hat sich die Zahl der Infizierten jüngst auf acht verdoppelt. Besonders tragisch: Einer der vier Neu-Erkrankten arbeitete in einer Arztpraxis im britischen Brighton. Die Praxis sei geschlossen worden, heißt es.

Coronavirus in Deutschland: Zahl der Infizierten womöglich wesentlich höher

Bisher gehen Experten davon aus, dass die Inkubationszeit der Lungenkrankheit 14 Tage beträgt. Doch es gibt auch Annahmen, dass sie bis zu 24 Tage beträgt. Dann wären die Quarantäne-Maßnahmen, die sich aktuell noch an der zwei Wochen-Marke orientieren, unzulänglich. 

Das neuartige Coronavirus ist vermutlich erstmals auf einem Fischmarkt in der chinesischen Millionen-Metropole Wuhan aufgetreten. Seitdem hat sich das Virus rasant verbreitet. In China haben die Behörden mehrere Städte und Regionen unter Quarantäne gestellt und von der Umwelt abgeschottet. Wegen der langen Inkubationszeit und der oft unauffällig verlaufenden Krankheit könnte sich das Virus dennoch weiterhin verbreiten. Mit einem Impfstoff* kann vorerst nicht gerechnet werden. 

Video: Coronavirus - Wie weit ist die Forschung?

Für einige Länder und Gebiete hat das Auswärtige Amt Reisewarnungen* herausgegeben. Besonders betroffen sind Kreuzfahrtschiffe*. Der Luxus-Liner „Diamond Princess“ sitzt aktuell vor der Küste Japans fest und darf nicht anlegen. An Bord sind bereits mehr als 60 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Ein Mann steckt seien Familie und weitere Personen an und gilt deshalb nun als „Super-Verbreiter“. Wegen der Epidemie wird sogar ein Formel-1-Rennen abgesagt.

*Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

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