Geiselzeit in Pakistan

33 Monate in der Gewalt der Taliban: Die Story von Bernd Mühlenbeck 

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Bernd Mühlenbeck kam nach Pakistan, um beim Wiederaufbau nach den massiven Überschwemmungen im Sommer 2010 zu helfen.  

Als Geisel der pakistanischen Taliban hat Bernd Mühlenbeck fast drei Jahre lang mit einer Fußfessel gelebt. Der Welthungerhilfe-Mitarbeiter aus Niedersachsen wurde im Januar 2012 in Pakistan entführt. Während seiner Geiselzeit erlebte er auch die pakistanische Militäroffensive gegen die Taliban in den unzugänglichen Stammesgebieten im Nordwesten des Landes.

Multan/Twistringen – Am 19. Januar 2012 sitzt Mühlenbeck in seinem Zimmer im pakistanischen Multan und telefoniert mit seiner Frau, als er draußen Lärm hört. Er öffnet die Tür, sieht aber nichts. Als es zum zweiten Mal laut wird und er nachsieht, blickt er in die Mündungen dreier Waffen. 

Erst glaubt er an einen Überfall, doch dann zwingen ihn die Männer, mit ihm zu kommen. Sie haben auch seinen Kollegen Giovanni Lo Porto in ihrer Gewalt.

Bernd Mühlenbeck im Juli 2018 vor seinem Haus im niedersächsischen Twistringen.

Während der 33 Monate seiner Geiselhaft ziehen Mühlenbecks Entführer mit ihm durch das halbe Land. Über ein Jahr lang ist er mitten in den selbstverwalteten Stammesgebieten Pakistans untergebracht, wo ab Anfang 2014 das pakistanische Militär in einer konzertierten Aktion gegen die Milizen vorgeht. 

Zudem fliegen die USA Angriffe auf das Gebiet, das als Taliban- und Al-Kaida-Rückzugsraum bekannt ist. Bernd Mühlenbeck erlebt, wie neben ihm die Raketen einschlagen. 

Wir erzählen seine Geschichte in einer Multimedia-Reportage auf kreiszeitung.de* - wie er ihm gelang, Zeit und Angst zu überwinden.

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