Zwei Jahre nach Katastrophe

Germanwings-Absturz: Angehörige starten Petition

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Die Wrackteile waren in den französischen Alpen verstreut.

Mehr als zwei Jahre nach der Germanwings-Katastrophe im Jahr 2015, bei der 150 Menschen ums Leben kamen, haben Angehörige eines Opfers eine Petition gestartet.

Halle - Angehörige eines Opfers des Germanwings-Absturzes fordern weitere Untersuchungen zu den Hintergründen der Katastrophe vom März 2015. Eine entsprechende Petition werde von rund 70 weiteren Angehörigen unterstützt, sagte Initiator Frank Noack aus Halle an der Saale am Montag. Ziel sei, so viele Unterschriften wie möglich zu sammeln und so weitere Untersuchungen anzustoßen. „Es gibt noch zahlreiche Ungereimtheiten“, sagte Noack der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die „Magdeburger Volksstimme“ über den Start der Petition berichtet.

Ein Jahr nach Germanwings-Absturz: Gedenken an die Opfer

Bergungsarbeiten an der Absturzstelle: Vor einem Jahr stürzte der Germanwings-AIrbus ab. Foto: Yves Malenfer/Dicom
Bergungsarbeiten an der Absturzstelle: Vor einem Jahr stürzte der Germanwings-AIrbus ab. © Yves Malenfer/Dicom/Ministere In
Ein Trauerflor flattert am Ortsschild in Haltern am See im Wind. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv
Ein Trauerflor flattert am Ortsschild in Haltern am See im Wind. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv © Rolf Vennenbernd
Der Germanwings-Airbus A320 mit der Registrierung D-AIPX auf dem Flughafen Düsseldorf. Genau dieses Flugzeug stürzte in Frankreich ab. Foto: Dominik Günther/Archiv
Der Germanwings-Airbus A320 mit der Registrierung D-AIPX auf dem Flughafen Düsseldorf. Genau dieses Flugzeug stürzte in Frankreich ab. Foto: Dominik Günther/Archiv © Dominik Günther
Blick in das Cockpit des verunglückten Airbus A320 mit der Kennung D-AIPX. Das Bild entstand nach einem der letzten Flüge vor dem Absturz der Maschine. Foto: Marius Palmen/Archiv
Blick in das Cockpit des verunglückten Airbus A320 mit der Kennung D-AIPX. Das Bild entstand nach einem der letzten Flüge vor dem Absturz der Maschine. Foto: Marius Palmen/Archiv © Marius Palmen
Inmitten von Blumen steht drei Tage nach der Katastrophe eine Gedenkstele mit der Aufschrift "In Erinnerung an die Opfer des Flugzeugunglücks vom 24. März 2015". Foto: Peter Kneffel/Archiv
Inmitten von Blumen steht drei Tage nach der Katastrophe eine Gedenkstele mit der Aufschrift "In Erinnerung an die Opfer des Flugzeugunglücks vom 24. März 2015". Foto: Peter Kneffel/Archiv © Peter Kneffel
Die Absturzstelle nahe dem französischen Örtchen Le Vernet. Foto: Guillaume Horcajuelo
Die Absturzstelle nahe dem französischen Örtchen Le Vernet. Foto: Guillaume Horcajuelo © Guillaume Horcajuelo

Die Ermittler der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hätten lediglich den Ablauf im Flugzeug geklärt, sagte Noack. Wie es zu dem Absturz in den französischen Alpen kommen konnte, sei damit aber noch nicht beantwortet. „Es gab viele Warnhinweise“, sagte Noack, der bei dem Absturz seine Tochter verloren hat. So müsse etwa die Rolle der Ärzte genauer beleuchtet werden.

Den Ermittlungen zufolge hatte der Copilot die Germanwings-Maschine am 24. März 2015 in den französischen Alpen vorsätzlich zerschellen lassen. 150 Menschen starben. Später wurde bekannt, dass der Copilot Jahre zuvor eine psychische Erkrankung hatte, aber trotzdem eine Flugerlaubnis bekam. Vor dem Absturz hatte er mit diversen Symptomen zahlreiche Ärzte konsultiert. Die Ermittler stellten das Todesermittlungsverfahren im Januar dieses Jahres ein. Für den Absturz sei ausschließlich der Copilot verantwortlich.

Wenn sich genug Unterstützer finden, will Noack die Petition dem Petitionsausschuss des Bundestages vorlegen. Für eine Befassung im Ausschuss sind innerhalb von vier Wochen 50 000 Unterschriften nötig.

Wir haben die wichtigsten Fragen rund um den Absturz der Gemanwings-Maschine zusammengefasst.

dpa

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