50.000 Menschen waren betroffen

Bomben entschärft: Hannoveraner dürfen wieder nach Hause

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Patienten der Alten- und Pflegeeinrichtung Alloheim werden aus der Einrichtung im Stadtteil Vahrenwald in Hannover verlegt.

Hannover - In Hannover haben für die Entschärfung einer Weltkriegsbombe Menschen aus drei Stadtteilen ihre Häuser verlassen müssen. Am Abend war die Lage wieder unter Kontrolle.

Update vom 07.05.2017 19:54 Uhr

Nach neun Stunden und der Entschärfung von drei Bomben konnten am Sonntagabend rund 50.000 Menschen in Hannover wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Gegen 18.00 Uhr vermeldeten die Experten, dass die Zünder der aufgefundenen Weltkriegsbomben erfolgreich gesprengt worden seien.

Eine Fünf-Zentner-Bombe und eine Zehn-Zentner-Bombe wurden von den Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes manuell entschärft. Eine weitere Fünf-Zentner-Bombe war so stark beschädigt, dass am späten Nachmittag ein Wasserschneidgerät zur Entfernung des Zünders eingesetzt wurde.

Ursprünglich war mit bis zu fünf Bomben gerechnet worden. An zwei Stellen lag allerdings Schrott anstatt der vermuteten Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg.

Update vom 07.05.2017 15:32 Uhr

Für eine Bombenräumung haben am Sonntag in Hannover etwa 50.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen. Bis zum frühen Nachmittag wurden zwei britische Fünf-Zentner-Bomben gefunden, wie die Feuerwehr mitteilte. An zwei weiteren Stellen lag Schrott anstatt der vermuteten Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Eine fünfte Stelle sollte am Nachmittag noch geöffnet werden.

Mindestens eine Bombe ließ sich demnach nicht manuell entschärfen. Das weitere Vorgehen wurde am Nachmittag beraten. Auf die verdächtigen Stellen waren Experten bei der Auswertung von Luftbildern gestoßen. Sie wurden analysiert, weil auf dem Gelände gebaut werden soll. Die groß angelegte Evakuierungsaktion hatte am Sonntag um 09.00 Uhr begonnen. Die beiden zunächst gefundenen Bomben liegen an der Wedelstraße.

Update vom 07.05.2017 14:14 Uhr

In dem verdächtigen Gebiet in Hannover müssen weniger Blindgänger entschärft werden als bisher befürchtet. Drei von fünf mögliche Bomben hätten sich als Metallschrott entpuppt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Hannover. Die Kampfmittelexperten hätten die Stellen am Sonntag näher untersuchen können und nun Entwarnung gegeben. Damit gab es zunächst noch zwei verdächtige Stellen, an denen der Kampfmittelbeseitigungsdienst Blindgänger vermutet. Ursprünglich hatten die Experten sogar noch deutlich mehr verdächtige Punkte ausgemacht. Rund 50 000 Menschen hatten wegen der geplanten Entschärfung ihre Wohnungen verlassen müssen.

Update vom 07.05.2017 12:28 Uhr

Die Sicherheitskräfte wollen die Entschärfung mehrerer Bombenblindgänger in Hannover am frühen Abend abgeschlossen haben. „Wir hoffen, dass wir in den frühen Nachmittagsstunden mit der Entschärfung beginnen können“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Man gehe davon aus, dass der Einsatz gegen Abend beendet sei. Nach der Evakuierung sucht die Polizei zunächst noch mit einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera nach letzten Bewohnern im Sperrgebiet. Erst dann könne man mit der Entschärfung der Bomben beginnen.

Eine der größten Evakuierungsaktionen seit dem Zweiten Weltkrieg

Feuerwehr und Polizei haben vor der Entschärfung eines Blindgängers in Hannover mit einer der größten Evakuierungsaktionen seit dem Zweiten Weltkrieg begonnen. Die Rettungskräfte fuhren am Sonntagmorgen wie geplant die betroffenen Straßen ab und holten Menschen aus ihren Wohnungen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Mit Straßensperren sollen Autos an der Fahrt ins Sperrgebiet gehindert werden. Bei Bussen und Bahnen ist dort nur noch das Einsteigen möglich. Am Ende soll mit einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera nach letzten Bewohnern gesucht werden, wie ein Polizeisprecher sagte.

Am frühen Nachmittag soll mit dem Bergen und Entschärfen der vermuteten Bomben begonnen werden. Die Aktion kann bis in den Abend dauern. Die Stadt bietet ein Freizeitprogramm mit Museumsführungen und Kinofilmen für die rund 50 000 Betroffenen an. Einige twittern ihre Erfahrungen unter dem Hashtag #hannbombe.

13 Blindgänger werden vermutet

Auch Bahnreisende müssen sich auf Behinderungen einstellen. Sie dürften zum Teil länger unterwegs sein oder müssen zusätzlich umsteigen. Ab dem frühen Nachmittag halten praktisch alle über Hannover fahrenden IC- und ICE-Züge nicht mehr im Hauptbahnhof, sondern stoppen bei Ersatzhalten in Wolfsburg, Lehrte, Wunstorf und Hannover Messe/Laatzen. Auch im Bahn-Regionalverkehr müssen sich die Fahrgäste auf Umsteigen einstellen.

Auf einem Baugelände im Stadtteil Vahrenwald wurden zunächst 13 Blindgänger vermutet, an fünf Punkten hatte sich der Verdacht nach Sondierungsarbeiten erhärtet. Auf die Verdachtspunkte waren die Experten des Kampfmittelräumdienstes bei der Auswertung von Luftbildern gestoßen. Die alten Aufnahmen wurden gezielt unter die Lupe genommen, weil auf dem Gelände gebaut werden soll. Bei Sondierungen bestätigte sich der Verdacht auf Weltkriegsblindgänger.

Eine größere Evakuierungsaktion gab es bisher nur in Augsburg: Dort betraf eine Bombenentschärfung im Dezember 2016 rund 54 000 Menschen.

dpa/AFP

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