Flugbetrieb in Frankfurt wieder normal

Heftige Unwetter sorgen für Chaos in vielen Teilen Deutschlands

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Zwei Feuerwehrleute aus Markt Goldbach legen in Krombach (Bayern) einen Schlauch aus.

Frankfurt - Vielerorts musste die Feuerwehr ausrücken, um etwa vollgelaufene Keller auszupumpen. Im Landkreis Aschaffenburg wird ein Millionenschaden befürchtet.

Nach dem Unwetter am Donnerstag ist der Flugbetrieb in Frankfurt am Freitagvormittag wieder normal gelaufen. Es seien auch im weiteren Tagesverlauf keine Störungen mehr zu erwarten, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Die Abfertigung war am Donnerstagnachmittag für fast zwei Stunden eingestellt worden, um Mitarbeiter auf dem Vorfeld nicht durch Blitzeinschläge zu gefährden.

„Es hat vielerorts üppig geregnet“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Besonders nass war es ihm zufolge im Rhein-Main-Gebiet, am Alpenrand und in Vorpommern. Den Spitzenwert erreichte Marktoberdorf im Allgäu mit 57 Litern pro Quadratmeter zwischen 8.00 Uhr am Donnerstag und 8.00 Uhr am Freitag. In Mecklenburg-Vorpommern waren es 38 Liter in Ueckermünde.

Anwohner beseitigen den Schlamm in einer Straße in Mömbris (Bayern) bis in die Nacht hinein.

Im Rhein-Main-Gebiet kamen 10 bis 24 Liter pro Quadratmeter herunter. Dem Fraport-Sprecher zufolge wurden in Frankfurt 133 Flüge annulliert. Einige Passagiere hätten über Nacht am Flughafen bleiben müssen.

Am Freitag gab es auch im Bahnverkehr keine wetterbedingten Behinderungen mehr, wie eine Sprecherin sagte. Tags zuvor war es im S-Bahntunnel unter der Frankfurter Innenstadt zu einem Wassereinbruch gekommen, zeitweise war dort nur ein Gleis befahrbar.

Die Feuerwehr hatte am Donnerstagnachmittag allein in Offenbach und Frankfurt insgesamt mehr als 100 Einsätze. Meist musste Wasser aus Kellern gepumpt werden, wie ein Sprecher sagte.

Auch im bayerischen Landkreis Aschaffenburg, der an Hessen grenzt, liefen Keller voll. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk mussten nach eigenen Angaben an 350 Einsatzstellen Schlamm und Wasser abpumpen. Am Freitagmorgen begannen die Aufräumarbeiten. „Wir befürchten einen Millionenschaden“, sagte Otto Hofmann von der Kreisbrandinspektion.

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