Vorfall an der Klosterschule

15-Jähriger sticht Mitschüler nieder - sein Motiv macht fassungslos

Wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung eines Mitschülers muss sich ein 15 Jahre alter Gymnasiast aus Thüringen vorm Landgericht Mühlhausen verantworten.

Mühlhausen - Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der deutsche Jugendliche den 14-jährigen Mitschüler an der Klosterschule Roßleben vor einem halben Jahr aus Mordlust und Heimtücke mit fünf Messerstichen schwer verletzt und zwei Mal mit der Faust ins Gesicht geschlagen hat, als dieser schon am Boden lag. Sie ordneten am Dienstag zudem die Unterbringung in einer sozialtherapeutischen Einrichtung innerhalb des Jugendgefängnisses an.

Über eine Sicherungsverwahrung soll erst kurz vor Ende der Haftzeit entschieden werden, sie wird zunächst vorbehalten. Der Jugendliche hatte seine Tat gestanden und so dem Opfer eine Befragung im Prozess erspart. Er habe wissen wollen, wie es sich anfühlt, einen Menschen zu töten, hatte er als Motiv genannt. Er habe auch sehen wollen, wie sich die anderen erschrecken.

Der Prozess fand wegen des Alters des Angeklagten hinter verschlossenen Türen statt. Für die Urteilsverkündung waren wegen des großen öffentlichen Interessen Medien zugelassen.

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dpa

Rubriklistenbild: © picture alli ance /Sebastian Willnow (Symbolbild)

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