Tolle Geste!

Nach Horror-Brand bei Fulda: Feuerwehr schreibt rührenden Brief an die vielen Helfer

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In Neuswarts hat eine Scheune lichterloh in Flammen gestanden (Symbolbild). Jetzt schrieb die Feuerwehr einen rührenden Brief.

Nach dem Horror-Brand bei Fulda: Die Feuerwehr schreibt diesen rührenden Brief an die vielen Helfer.

Fulda - Das Dorf Neuswarts (221 Einwohner) nahe Fulda machte kürzlich Schlagzeilen. Eine Scheune brannte lichterloh. Das Feuer griff auf ein nebenstehendes Wohnhaus über, den Schaden schätzen Experten der Feuerwehr auf rund 500.000 Euro. Menschen kamen bei dem verheerenden Brand glücklicherweise nicht zu Schaden, doch sechs Schweine starben in der Scheune. Das berichtet extratipp.com*.

Horror-Brand bei Fulda: Das schreibt der Feuerwehr-Chef

In Neuswarts hat eine Scheune lichterloh in Flammen gestanden. Unser Symbolbild zeigt einen Scheunenbrand in Kleve (NRW) mit einer Drohne aufgenommen.

Nach dem Brand wendet sich die Feuerwehr der Stadt Tann (rund 30 Kilometer nordöstlich von Fulda), zu der das Dorf Neuswarts gehört, mit einem rührenden Brief an die Öffentlichkeit. Der Text wurde vom Stadtbrandinspektor Thomas Jörges verfasst und zuerst bei osthessen-news.de veröffentlicht.

Die Feuerwehr schreibt, dass den Kameraden bei ihrem kräftezehrenden Einsatz in dem Örtchen nahe Fulda eine "unglaubliche Welle der Hilfsbereitschaft" entgegen geschlagen sei. Anwohner und auch Unternehmer hätten die rund 250 Feuerwehrleute, die in Neuswarts gegen den Scheunen-Brand kämpften, mit Speisen und Getränken versorgt. Kerbeburschen und -mädels aus einen Nachbarort hätten gleich kistenweise Getränke gebracht. Statt einer Rechnung lächelten die Helfer bloß und sagten, es sei alles okay. Feuerwehrmann Thomas Jörges schreibt: "Bei solchen Gesten ereilt einen fast schon eine Gänsehaut."

Horror-Brand bei Fulda: Feuerwehr mit 250 Kräften vor Ort

Scheunenbrände, wie hier in Sehnde/Niedersachsen, entwickeln oft starke Flammen (Symbolbild).

Bei dem Einsatz, bei dem eine heftige Explosion glücklicherweise ausblieb, gab es laut Feuerwehr im Fuldaer Hinterland auch Probleme mit der Wasserversorgung. Doch auch hier sprangen Bürger ein. Zehn Landwirte stellten ihre Traktoren samt Anhänger bereit. Damit steuerten sie Wasserquellen in benachbarten Ortschaften an, um die Löschwasser-Versorgung beim Horror-Brand in Neuswarts sicherzustellen. Ein Bauer kam sogar mit einem 20.000-Liter-Tank an, schreibt die Feuerwehr in ihrem rührenden Brief.

Doch bei aller Harmonie während des Horror-Brandes von Neuswarts übt die Feuerwehr in ihrem Brief auch Kritik. Es geht um Gaffer. Diese seien in einer "irren Anzahl" vor Ort gewesen und der Feuerwehr in "massiv beleidigender Art" gegenüber getreten. Die Gaffer hätten mit ihrer Schaulust sogar die Versorgung mit Löschwasser behindert.

Horror-Brand bei Fulda: Menschen von Feuerwehr-Brief gerührt

Die Hitze macht den Feuerwehrleuten extrem zu schaffen, wie unser Symbolbild bei einem Brand in Siegburg (NRW) zeigt.

Der offene Brief der Feuerwehr Tann bei Fulda rührt viele Helfer und Beobachter. Ein Nutzer schreibt bei Facebook: "Grandios, was bei diesem Einsatz geleistet wurde. Hier können alle Kritiker der Feuerwehren sehen, was Menschen in extrem Situationen zu leisten in der Lage sind - und das alles umsonst für die Gemeinschaft." Es könne nie zu viele Einsatzkräfte geben, wer so etwas sage, sei ahnungslos. "Die Erläuterung durch den Stadtbrandinspektor Tann war hervorragend."

*extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Matthias Hoffmann

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