Sie muss mit Konsequenzen rechnen

Praktikantin verschickt vertrauliche Polizei-Informationen per WhatsApp

Eine Studentin hat während eines Praktikums bei der Polizei in Berlin vertrauliche Informationen über WhatsApp verbreitet. Die heimliche Tat hat ernste Konsequenzen.

Berlin - Die Studentin hat während ihres Praktikums Unterlagen abfotografiert und diese weiter verschickt - per WhatsApp und dort an eine WhatsApp-Gruppe. Nun ermittelt die Polizei gegen die 20-Jährige. 

Laut Polizeiangaben handelt es sich bei den vertraulichen Unterlagen zum einen um Fahndungsfotos einer arabischen Großfamilie, die im Intranet der Polizei veröffentlicht worden sind. Zum anderen war auch ein bundesweiter interner Warnhinweis für die Polizei dabei. Die junge Frau studiert „Öffentliche Verwaltung“ an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin, wie der Spiegel berichtet. Sie soll selbst einen arabischen Migrationshintergund haben und sich das Praktikum im Stadtteil Schöneberg gezielt gewünscht haben. Ob es eine Verbindung zwischen ihr und der Großfamilie auf den Fahndungsfotos gibt und ob sie gezielt nach diesen Informationen suchte, ist noch nicht bekannt. 

Obgleich die 20-Jährige ein Praktikum bei der Polizei machte, betonte eine Polizeisprecherin, dass die Studentin „keine Polizeischülerin“ sei. 

Jetzt muss die Frau mit ernsten Konsequenzen rechnen: Nachdem die Polizei das Praktikum beendet hat, leitete sie am 20. Oktober ein Ermittlungsverfahren gegen die Studentin ein. Die Sprecherin teilte außerdem mit, dass wegen des Verrats von Dienstgeheimnissen ermittelt wird. An der Hochschule darf die junge Frau allerdings weiterhin studieren, weil sie gegen keine Prüfungsordnung verstoßen hat.

Rubriklistenbild: © dpa

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