„In Gedanken sind wir immer bei dir“

Vermisste Rebecca wird 17: Schwester mit emotionaler Botschaft zum Geburtstag - das ist der aktuelle Stand

Rebecca Reusch wird seit dem Februar 2019 vermisst.
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Rebecca Reusch wird seit dem Februar 2019 vermisst.

Wo ist Rebecca Reusch? Die Familie der vermissten Jugendlichen gibt die Hoffnung nicht auf. Schwester Vivien veröffentlichte nun eine emotionale Botschaft - an ihrem Geburtstag.

  • Seit mehr als eineinhalb Jahren ist Rebecca Reusch vermisst.
  • Die Familie glaubt weiter daran, dass „Becci“ lebt.
  • Am 17. Geburtstag der Jugendlichen veröffentlicht Schwester Vivien die nächste Botschaft.

Berlin - Wo ist Rebecca Reusch? Seit nunmehr 19 Monaten muss diese Frage unbeantwortet bleiben. Von dem mit 15 Jahren verschwundenen Mädchen fehlt jede Spur. Rebeccas Familie hat die Hoffnung derweil noch nicht aufgegeben, ihre geliebte Tochter und Schwester irgendwann einmal wieder in die Arme zu schließen.

Nun wäre „Becci“, wie sie von Freunden und Familie genannt wird, 17 Jahre alt geworden. Anlässlich ihres Geburtstages postete Schwester Vivien daher eine emotionale Botschaft auf Instagram, von der bild.de berichtet: „Heute bist du 17 Jahre alt geworden. Letztes Jahr an diesem Tag waren wir, wie heute, alle zusammen und haben Ballons für dich steigen lassen. In Gedanken sind wir immer bei dir, in Gedanken bin ich immer bei dir. Ich bete jeden Tag, dass du am nächsten Tag einfach wieder da bist … “

Die Hoffnung der Familie ist verständlich: „Becci“ soll endlich zurückkommen. Ob dies irgendwann der Fall sein wird und ob die Jugendliche überhaupt noch lebt, ist allerdings unklar. Der Fall Rebecca hat Deutschland bewegt - und tut es immer noch. Eine Chronologie der Ereignisse.

Rebecca Reusch vermisst: Wo ist die Jugendliche aus Berlin?

  • 17. Februar 2019: Rebecca Reusch übernachtet bei ihrer 27 Jahre alten Schwester Vivien, die zusammen mit ihrem Lebensgefährten Florian R. ebenfalls in Berlin wohnt
  • 18. Februar 2019: Rebecca erscheint an diesem Montag nicht in der Schule - und ist auch sonst nirgends zu finden. Die Familie meldet die damals 15-Jährige als vermisst.
  • 22. Februar 2019: Die bisherigen Suchaktionen bleiben erfolglos. Die Polizei ermittelt mittlerweile wegen Mordes*. Es könne nicht mehr ausgeschlossen werden, dass das Mädchen einer Straftat zum Opfer gefallen sei, heißt es.
  • 28. Februar 2019: Zehn Tage nach Rebeccas Verschwinden nimmt die Polizei Rebeccas Schwager Florian R. fest. Zuvor hatte der Koch ausgesagt, er sei um 5.45 Uhr zu Hause angekommen und habe um 7 Uhr nach Rebecca gesehen. Zu diesem Zeitpunkt sei sie allerdings (wie auch Schwester Vivien) schon nicht mehr da gewesen. Offenbar verstrickt sich der 27-Jährige in Widersprüche.
  • 1. März 2019: Der Schwager wird wieder freigelassen. Der Tatvorwurf habe sich nicht erhärtet, so die Kriminaltechniker. Die Familie steht hinter ihm.

Rebecca Reusch vermisst: Trotz mehrerer Hundert Hinweise durch Aktenzeichen XY - Mädchen bleibt verschwunden

  • 4. März 2019: Die Staatsanwaltschaft Berlin interveniert und erhebt Beschwerde gegen die Freilassung des Schwagers. Kurz darauf kommt es zum Haftbefehl und der Mann in Untersuchungshaft. Sein Auto wurde nach dem Verschwinden Rebeccas am Tattag sowie am nächsten Abend auf der A12 auf dem Weg nach Polen von Kameras erfasst. In der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY* spricht die Polizei von „seltsamen und klärungsbedürftigen Fahrten mit dem Auto.“
  • 7. März 2019: Nach der Ausstrahlung von Aktenzeichen XY* gehen etwa 700 Hinweise aus der Bevölkerung ein. Dabei geht es auch um ein Waldgebiet in Brandenburg, das daraufhin von der Polizei durchkämmt wird. Doch die Suche bleibt erfolglos.
  • 22. März 2019: Nachdem auch großflächige Suchaktionen an Seen und Autobahnen keine Rückschlüsse auf Rebecca ergeben, wird der Schwager aus der Untersuchungshaft entlassen. Es gebe keinen dringenden Tatverdacht.
  • 3. April 2019: Aus der Bevölkerung gehen nach wie vor viele Hinweise ein, doch die entscheidende Spur ist nicht dabei - weder, um Rebecca zu finden, noch den vermeintlichen Tatverdächtigen zu überführen. Der Fall scheint sich trotz weiterer Ermittlungen zu einem Cold Case zu entwickeln.
  • 16. April 2019: Die Suche nach Rebecca Reusch wird vorerst eingestellt.
Eine Hundertschaft der Berliner Polizei rückte nach Brandenburg aus, um bei Storkow (Oder-Spree) ein Waldstück nach der vermissten Rebecca Reusch abzusuchen. Die großflächige Aktion brachte keine neuen Erkenntnisse.

Rebecca Reusch vermisst: Schwager Floran R. „nach wie vor in Verdacht“

  • 22. Dezember 2019: Rebeccas Familie gibt die Hoffnung nach wie vor nicht auf und glaubt daran, dass „Becci“ noch lebt: „Wir sagen ja schon die ganze Zeit, dass sie vielleicht irgendwo festgehalten wird. Sie würde niemals einfach von zu Hause weggehen. Wir hoffen, dass von irgendwo ein wichtiger Hinweis kommt. Wir sind ständig im Internet, lesen dort über andere Vermisste“, sagt etwa der Vater.
  • 18. Februar 2020: Ein Jahr nach dem Verschwinden Rebeccas ist immer noch nicht klar, was in der Wohnung des Schwagers passiert ist. Vonseiten der Staatsanwaltschaft heißt es damals gegenüber RTL, der Schwager sei „nach wie vor in Verdacht, es gibt keinen anderen Verdächtigen derzeit.“
  • 26. Mai 2020: Auf Facebook taucht ein Profil mit dem Namen Rebeccas auf. In der Beschreibung ist zu lesen, das Mädchen sei nach Tennessee in die USA gezogen. Schnell wird allerdings klar, dass es sich vielmehr um eine makabere Falschmeldung als einen ernsten Hinweis handelt.
  • 14. September 2020: Ist das die lang ersehnte Spur? Rebeccas Mutter will ihre Tochter auf einem Foto erkannt haben, doch die Ermittler kommen zu dem Ergebnis, das abgebildete Mädchen sei „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ nicht Rebecca Reusch.
Von Rebecca Reusch fehlt seit dem 18. Februar jede Spur. Ihre Schwester Vivien versucht mit neuen Fotos, „Becci“ wieder zu finden.

Rebecca Reusch vermisst: Die Suche geht weiter

Nachdem es gut ein Jahr nach dem Verschwinden Rebeccas ruhig geworden ist, konnten auch die aktuellen Hinweise kein Licht ins Dunkle bringen. Die Berliner Staatsanwaltschaft und Polizei beteuern weiterhin, jeder Spur nachzugehen. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit der Familie bleibt damit bestehen. (as) *Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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