Vorsicht vor starkem Schneefall und Blitzeis

„Schneebombe“ rollt an: Harter Wintereinbruch erwartet Süddeutschland - Experte warnt vor Wetter-Chaos

  • vonCornelia Schramm
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Regen trifft Kaltfront: Diese Kombination sorgt vor allem in Süddeutschland für ungewöhnlich viel Neuschnee. Ein Meteorologe warnt jetzt vor eingeschneiten Ortschaften und Verkehrschaos.

  • Der „Jahrhundert-Winter“ hält Spanien weiter in Atem.
  • Während dort die „Alarm-Stufe Rot“ ausgerufen wurde, werden jetzt auch für Deutschland kräftige Schneefälle vorausgesagt.
  • Vor allem den Süden soll die „Schneebombe“ heftig treffen.

München - Beim Blick aus dem Fenster mag man kaum glauben, was Meteorologen für den Beginn der nächsten Woche voraussagen: Erneut steht zumindest im Süden Deutschlands ein Wintereinbruch bevor - echte Schneemassen inklusive. Nach einem eiskalten Sonntag mit viel Sonne, an dem man an diesem letzten Ferienwochenende noch vielerorts in Deutschland große Mengen aus Ausflüglern erwartet, soll sich die Lage bereits Montagnacht ändern.

Jan Schenk, Meteorologe des Weather Channels, kündigt für kommende Woche starke Schneefälle, „die etwas heftiger sein könnten, als man es sonst in Deutschland gewohnt ist“, an. In der Nacht auf Dienstag soll es losgehen: Regen geht an der Mittelgebirgsschwelle in Schneefall über und trifft auf die Kaltluftfront, die sich derzeit über Deutschland bewegt. An den Alpen staut sich das Gebilde - und das hat eine Konsequenz: Ganze drei Tage lang soll es hier dann kräftig durchschneien.

Winter-Wetter: Große Mengen Neuschnee erwartet

In Süddeutschland soll es also dann für derzeitige Verhältnisse ungewöhnlich viel Neuschnee geben. Für Garmisch-Partenkirchen sagt Schenk einen Meter Neuschnee voraus. Auch München soll auf ganze 30 Zentimeter Neuschnee* kommen. So hat der Meteorologe sogar eine schlimme Befürchtung: Schenkt man Schenk Glauben, könnten so sogar ganze Regionen in Süddeutschland eingeschneit werden.

„Sollte es so kommen, muss man sich dort auch keine Gedanken über die 15-Kilometer-Regel machen“, meint Schenk. Vielmehr müsse man sich dann überlegen, wie und ob man in die Arbeit oder zum Einkaufen kommt. Hintergrund dieses Kommentars sind die neuen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern, die ab dem 11. Januar gelten. Für „Hotspots“, in denen der Inzidenzwert über der 200-Marke liegt, gilt dann eine Bewegungseinschränkung im Radius von 15 Kilometern um den Wohnort.

Zumindest im Süden Deutschlands sind die Menschen also offenbar ab Dienstag mit Schneeschaufeln beschäftigt. Wer im Home-Office arbeiten darf, kann sich glücklich schätzen, bringen derartige Schneemassen doch immer auch einiges an Chaos auf den Straßen mit sich. Wer trotzdem mit dem Auto unterwegs ist, sollte Vorsicht walten lassen. Unter dem vielen Neuschnee kann es gefährlich glatt und rutschig sein. Zudem sind die Straßen durch ihn wieder ungewohnt enger.

Als Grundlage für seine Wetterprognose hat der Weather Channel die Berechnungen zweier großer Wetter-Modelle, des deutschen und des europäischen herangezogen. Die Vorhersage dieser „wahren Schneebombe“ hält Schenk deshalb für durchaus „ernstzunehmend“. (cos) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Jan Eifert/ imago

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