Achtung Feiertage

Können Rezepte vom Arzt verfallen? Warum Sie mit dem Einlösen nicht zu lange warten sollten

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Hat der Arzt ein Rezept ausgestellt, sollten Patienten es bald einlösen. Rosafarbene Kassenrezepte etwa sind in der Regel einen Monat lang zu Lasten der Kasse einlösbar.

Manche Medikamente sind nur mit einem Rezept erhältlich. Dabei hängt es vom Rezept-Typ ab, wie lange es sich in der Apotheke einlösen lässt. Was Sie vor den Feiertagen beachten sollten.

Zwischen den Jahren bleibt die eine oder andere Arztpraxis geschlossen. Wer regelmäßig Medikamente braucht, sollte sich daher rechtzeitig vor den Feiertagen um ein neues Rezept kümmern.

Fristen beachten: Rosa Rezepte einen Monat, gelbe Rezepte sieben Tage einlösbar

Die Apothekerkammer Hessen erläutert, wie lange Patienten welches Rezept in der Apotheke einlösen können:

- Das rosafarbene Rezept bekommen Kassenpatienten für verschreibungspflichtige Medikamente. Zu Lasten der Kasse können sie es in der Regel einen Monat lang einlösen.

- Das blaue Rezept erhalten Privatpatienten. Sie können es drei Monate lang einlösen, bezahlen das Medikament aber erstmal komplett selbst. Anschließend können sie das in der Apotheke abgestempelte Rezept bei ihrer Versicherung einreichen.

- Das grüne Rezept ist eine Empfehlung für ein nicht verschreibungspflichtiges Medikament.

- Das gelbe Rezept ist für Betäubungsmittel gedacht. Es muss binnen sieben Tagen eingelöst werden.

- Das sogenannte T-Rezept ist weiß und wird für bestimmte Wirkstoffe ausgestellt. Es ist sechs Tage gültig.

- Ein Entlassrezept bekommen Patienten mitunter, wenn sie im Krankenhaus behandelt worden sind. Es ist nur drei Werktage gültig. Der Tag, an dem es ausgestellt wurde, zählt mit. Ein Entlassrezept gibt es zum Beispiel für Medikamente.

Bestes Gesundheitsrezept? Diese neun Substanzen sollten Sie jeden Tag essen.

dpa

So sieht eine gut sortierte Hausapotheke aus

In vielen Gemeinden dürfen Medikamente im Hausmüll entsorgt werden. In die Toilette gehören sie dagegen nicht. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
In vielen Gemeinden dürfen Medikamente im Hausmüll entsorgt werden. In die Toilette gehören sie dagegen nicht. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn © Franziska Gabbert
Um Platz zu sparen, bewahrt manch einer seine Medikamente ohne die Umverpackung auf. Davon raten Experten allerdings ab. Häufig erinnert man sich später nämlich nicht mehr so genau, wogegen dieses oder jenes Mittel hilft. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Um Platz zu sparen, bewahrt manch einer seine Medikamente ohne die Umverpackung auf. Davon raten Experten allerdings ab. Häufig erinnert man sich später nämlich nicht mehr so genau, wogegen dieses oder jenes Mittel hilft. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © Andrea Warnecke
Nach dem Haltbarkeitsdatum auf Medikamenten sollten sich Patienten richten. Bei Flüssigkeiten wie Tropfen ist auch das Anbruchsdatum entscheidend. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Nach dem Haltbarkeitsdatum auf Medikamenten sollten sich Patienten richten. Bei Flüssigkeiten wie Tropfen ist auch das Anbruchsdatum entscheidend. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © Andrea Warnecke
Neben Medikamenten gehört in die Hausapotheke auch eine Schere, Pflaster und Verbandmaterial. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Neben Medikamenten gehört in die Hausapotheke auch eine Schere, Pflaster und Verbandmaterial. Foto: Robert Günther/dpa-tmn © Robert Günther
Matthias Philipp hat eine Apotheke in Berlin. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Matthias Philipp hat eine Apotheke in Berlin. Foto: Robert Günther/dpa-tmn © Robert Günther

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