Schwankende Zahlen

Masern: Weniger Fälle 2016 gemeldet

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Ein Kinderarzt gibt einem Mädchen eine Masernimpfung. 

Nach einem heftigen Masernjahr 2015 fallen die Zahlen für 2016 deutlich niedriger aus. Gemeldet wurden nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin bislang rund 315 Fälle - im Jahr zuvor waren es mehr als 2400.

Allerdings schwanken die Zahlen ohnehin stark von Jahr zu Jahr und nicht alle Fälle werden gemeldet. Zudem bleibt Deutschland mit dieser Bilanz noch immer deutlich vom Ziel der Masern-Eliminierung entfernt. "Wachsam bleiben sollte man auf jeden Fall", sagte Hermann Josef Kahl, Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) der Deutschen Presse-Agentur. Berlin war auch 2016 das Bundesland mit den meisten Masernfällen.

Darum gelten Masern als Kinderkrankheit

Masern waren insbesondere vor 1970 als Kinderkrankheit weit verbreitet. Damals war noch keine Impfung verfügbar. Wer die Krankheit einmal durchgemacht hat, ist dagegen immun. 

Viele scheuen heutzutage eine Masernimpfung. Was genau ist eigentlich MMR-Impfung?

Masern - Wann impfen?

Nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) sollen Säuglinge die erste Masernimpfung zwischen 11 und 14 Lebensmonaten erhalten, die zweite zwischen 15 und 23 Monaten. Bei Säuglingen in einer Kindertagesstätte kann auch schon ab dem 9. Monat geimpft werden. 

Jüngere Babys kann nur die Mutter vor einer Ansteckung schützen: Ist ihr Immunsystem durch eine Masernerkrankung oder -impfung mit dem Erreger vertraut, kann sie Antikörper über die Plazenta und über die Muttermilch weitergeben. Andernfalls entfällt dieser wichtige Nestschutz.

Masern zählt wie Mumps zu den sogenannten Kinderkrankheiten. Bevor es nämlich eine Impfung gegen Masern oder Mumps gab, machten die meisten im Kindesalter schon diese Krankheiten durch.

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dpa

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