Wie kommen die nur darauf?!

Verschluckt: Was Ärzte in diesen Patientenmägen finden, werden Sie nicht für möglich halten

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Was bei diesen Patienten alles im Magen gefunden wurde, da muss man selbst erst einmal schlucken.
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Immer wieder kommen Patienten mit diffusen Beschwerden in die Notaufnahme. Doch oftmals handelt es sich nicht um eine schwere Krankheit, sondern einen (kuriosen) Gegenstand.

Ups, schon ist es passiert - und Klein-David hat den Lego-Baustein verschluckt. Dann heißt es: schnell in die Notaufnahme. Doch nicht nur Kleinkindern kann das Malheur passieren, auch Erwachsene sind nicht davor gefeit. Was die Ärzte allerdings dann beim Röntgen alles zu Gesicht bekommen, sorgt manchmal für große Überraschung - aber auch Erheiterung.

Büroklammern, Zahnarztbohrer, Akkuschrauber: Diese kuriosen Dinge verschlucken Patienten - und gefährden so ihr Leben

So berichtet jetzt das Augsburger Klinikum, dass auf den Röntgenbildern der Patienten neben kleinen Ketten, Haarnadeln oder Spielzeugmagneten im Magen auch schon Nägel gefunden worden sind. Letztere sind nicht ungefährlich. Schließlich können die Magneten den Darm verzerren bzw. die Nägel die Darmwand verletzen. Das gilt übrigens auch für Draht, der ebenfalls bereits im Magen eines Patienten entdeckt worden ist.

Auch die berühmt-berüchtigte Mär der Büroklammern scheint zu stimmen - so wurden diese ebenfalls schon mehrmals aus dem Magen von Patienten gefischt. Auch K nopfbatterien sollen bereits unter den Fundstücken gewesen sein - ein lebensgefährlicher "Snack". Wenn die darin befindliche Batteriesäure auslaufen sollte, kann das ebenfalls tödlich enden.

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Harmloser sind da schon Geldmünzen, die in der unteren Speiseröhre feststecken. Würden diese allerdings in der Luftröhre landen, könnten Patienten am Ende gar ersticken. Das Kurioseste, das die Ärzten auf Röntgenbildern entdeckt haben, sollen allerdings eine Zahnprothese im Magen bzw. ein Zahnarztbohrer in der Speiseröhre eines Patienten gewesen sein. Besonders wenn der Bohrerkopf spitz ist, ist Vorsicht geboten. Dieser kann schließlich zu inneren Verletzungen führen.

Aber auch bei einem Akkuschrauber-Bit stellt man sich doch automatisch die Frage: Wie kann man so etwas nur verschlucken? Immerhin: Da ist ein Kronkorken in der Speiseröhre definitiv das kleinere Übel...

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jp

Darm: Von Zotten und Bakterien

Bauweh Darm
Das wichtigste zum Thema Darm: Er verrichtet seinen Dienst im Verborgenen, macht nur selten auf sich aufmerksam. Dabei braucht sich der Darm nicht zu verstecken. Immerhin holt er auch noch das Letzte aus dem Essen raus. Ohne den Darm würden uns schnell die Kräfte verlassen: Ein kleiner Einblick in seine Arbeit, natürlich in leicht verdaulichen Portionen. © dpa
Der Darm ist nicht nur bis zu acht Meter lang. Ausstülpungen der Schleimhaut ins Darminnere, sogenannte Zotten, vergrößern seine Oberfläche um ein Vielfaches. Dazu tragen auch Fortsätze auf den Darmzellen bei. So bringt es der Darm auf eine Oberfläche von 400 bis 500 Quadratmeter. Das erlaubt es ihm, seh viele Nährstoffe aufzunehmen. © dpa
Fünf Liter Verdauungssekret bildet der Körper an nur einem Tag. Einen Teil kommt aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), die vor allem wichtige Verdauungsenzyme liefert. Sie spalten den Speisebrei in seine Bestandteile. Die Leber liefert Galle, die in der Gallenblase gespeichert und nach dem Essen in den Dünndarm abgegeben wird. Die zähe Flüssigkeit hilft bei der Fettverdauung. © dpa
Der Darm ist das Zuhause unzähliger Mikroorganismen. Sie helfen bei der Verdauung und verhindern, dass sich krankmachende Keime ansiedeln. Besonders eng ist es dabei im Dickdarm. Dort findet man bis zu zehn Billionen... © dpa
...Bakterien pro Gramm Darminhalt. Auch der Stuhl besteht zu mehr als 50 Prozent aus Bakterien. Ist der Darm chronisch entzündet, reagiert er nicht nur mit Durchfall. Er kann auch seine Funktionen nicht mehr voll erfüllen. So vertragen manche Patienten plötzlich Milch nicht mehr gut. Enzyme, die den enthaltenen Milchzucker (Lactose) spalten, werden nämlich in der Schleimhaut des Dünndarms gebildet. © dpa
Das funktioniert bei einer Entzündung oft nicht mehr richtig. Auch die Aufnahme von Nährstoffen und Vitaminen funktioniert deutlich schlechter, was zu einem Mangel führen kann. © dapd
Sie haben weitere Fragen zum Darm und chronischen Entzündungen? Verlässliche Informationen im Internet finden Sie zum Beispiel beim Kompetenznetz Darmerkrankungen unter www.kompetenznetz- ced.de, die Gastroliga bietet Broschüren zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa unter www.gastro-liga.de zum Download. © dpa
Sogar einen eigenen Tag zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen gibt es: Am 28. September findet der Crohn-Colitis-Tag statt. Veranstaltungen findet man unter www.crohncolitis- tag.de. © dapd

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