Bewerbung

Lebenslauf: Lassen Sie diese Angaben lieber weg – sie sind total veraltet

  • Andrea Stettner
    vonAndrea Stettner
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Bestimmte Angaben im Lebenslauf sind längst nicht mehr zeitgemäß. Wer sich schon länger nicht mehr beworben hat, sollte jetzt gut aufpassen.

Bewerbungsunterlagen schlummern oft jahrelang als Datei auf dem heimischen PC. Erst, wenn ein Jobwechsel ansteht*, müssen wir uns wohl oder übel wieder damit auseinandersetzen. Doch wer denkt, den Lebenslauf müsse man lediglich um die aktuelle Stelle ergänzen, der irrt. Im Laufe der Zeit kommen bestimmte Angaben im Curruculum Vitae (CV) wieder aus der Mode und sollten schleunigst entfernt werden, um keinen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Wir zeigen Ihnen, welche Punkte inzwischen total veraltet sind.

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Persönliche Angaben im Lebenslauf: Eltern, Familie, Religion

Früher galt es als üblich, die Eltern sowie deren Beruf im Lebenslauf zu nennen. Doch diese Information können Sie getrost weglassen. Personaler interessiert auch nicht mehr, welcher Religion der Bewerber angehört. Im Bewerbungsgespräch ist die Frage nach der Religion sogar verboten – aufgrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Ausnahme: Wer sich bei kirchlichen Arbeitgebern, etwa einem katholischen Kindergarten bewirbt, darf danach gefragt werden.

Auch ob Sie verheiratet sind oder Kinder haben, geht den Personalverantwortlichen nichts an. Wenn Sie sich jedoch einen Vorteil für die Stelle davon versprechen, weil Sie etwa Produkte für Kinder entwickeln wollen, können diese Angaben durchaus sinnvoll sein.

Schullaufbahn

Bei Berufseinsteigern, die noch keinerlei Arbeitserfahrung vorweisen, sind Angaben zur Schulzeit noch vertretbar. Wer jedoch schon längere Zeit im Berufsleben steht, für den spielt die Schulbildung ohnehin keine Rolle mehr – sie kann in der Bewerbung getrost unter den Tisch fallen. Übrigens: Die Grundschule hat nicht einmal bei Berufsanfängern etwas im Lebenslauf zu suchen.

Referenzen sind meist überflüssig

In Zeiten der Digitalisierung spielen Referenzen laut Experten nur in seltenen Fällen eine Rolle. Viele Arbeitgeber informieren sich lieber über Soziale Medien und Karrierenetzwerke wie Xing oder LinkedIn über ihre Bewerber. Wenn Ihnen jedoch eine namhafte Person eine Referenz mit auf den Weg gibt, dann wirft das sicherlich ein gutes Licht auf Ihre Bewerbung. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr zum Thema: Bewerbung 2021: Zwei beliebte Dokumente brauchen Sie bei der Jobsuche bald nicht mehr vorlegen.

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Quelle: Xing, Robert Half, Stepstone

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier:
Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier: © pexels
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt.
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt. © dpa
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent überzeugt Erfahrung mehr als gute Abschlussnoten.
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent ist Erfahrung wichtiger als gute Abschlussnoten. © dpa
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie.
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie. © dpa
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent).
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent). © pixabay
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent).
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent). © iStockphoto / AndreyPopov
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus.
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus. © dpa
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit. © pixabay
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design.
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design. © pixabay
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media.
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media. © pexels

Rubriklistenbild: © Christin Klose/dpa

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