Umfrage für ARD-Deutschlandtrend

Deutsche sorgen sich um Datenschutz im Internet

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Die Mehrheit der Deutschen macht sich Sorgen um Datenmissbrauch im Internet. 
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Nach dem jüngsten Hackerangriff ist das Thema Datenschutz wieder in aller Munde. Wie eine Umfrage zeigt, gehen die Deutschen aber mit persönlichen Daten im Internet ohnehin vorsichtig um.  

Berlin - Mit ihren persönlichen Daten gehen die Deutschen im Internet mehrheitlich vorsichtig um. Wie eine Umfrage für den ARD-DeutschlandTrend zeigt, versuchen 60 Prozent der befragten Bundesbürger, so wenig persönliche Daten wie möglich online preiszugeben - sogar, wenn sie dadurch manche Dienste nicht nutzen können. 37 Prozent der Umfrageteilnehmer würden die Angabe persönlicher Daten im Internet in Kauf nehmen, wenn sie erforderlich ist, um bestimmte Dienste zu nutzen. Lediglich drei Prozent geben an, dass sie es unproblematisch finden, persönliche Daten im Internet anzugeben. 

Auch die Befürchtung, persönliche Daten könnten im Internet missbraucht werden, ist relativ weitverbreitet, berichtet tagesschau.de. So machen sich immerhin 61 Prozent der befragten Internetnutzer große oder sogar sehr große Sorgen um Datenmissbrauch. Nur vier Prozent der Umfrageteilnehmer machen sich gar keine Sorgen, 35 Prozent gaben an, nur gering über den Missbrauch persönlicher Daten im Internet besorgt zu sein. Junge Internetnutzer sind der Umfrage zufolge noch eher sorglos im Web unterwegs: In der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen gaben 51 Prozent der Befragten an, sich geringe oder gar keine Sorgen um Datenmissbrauch zu machen. 

Deutsche ergreifen verschiedene Maßnahmen, um persönliche Daten zu schützen

Um ihre persönliche Daten zu schützen, ergreifen die Internetnutzer verschiedene Maßnahmen. 90 Prozent der Umfrageteilnehmer würden niemals E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern öffnen. Regelmäßige Software-Updates auf Smartphones und Computern installieren 83 Prozent der Befragten. Und immerhin 56 Prozent gaben an, keine öffentlichen W-LAN-Hotspots zu nutzen. 

Die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung, die bei Online-Banking und auch zum Teil bei E-Mail-Anbietern und weiteren Internet-Anwendungen verwendet wird, nutzen 46 Prozent der Umfrageteilnehmer eigenen Angaben zufolge häufig. Und immerhin 40 Prozent der befragten Bundesbürger sagten, dass sie alle paar Monate die Passwörter ihrer Online-Zugänge ändern würden. 

53 Prozent finden, dass die Digitalisierung genauso viele Chancen wie Risiken birgt

Auf die Frage, ob die Digitalisierung der Gesellschaft eine Chance oder doch eher ein Risiko darstellt, antworteten 53 Prozent der Bundesbürger, dass sich Chancen und Risiken die Waage halten würden. Für jeden vierten Umfrageteilnehmer überwiegen die Chancen der Digitalisierung, 17 Prozent sind hingegen der Meinung, dass es mehr Risiken gebe. 

Neuigkeiten zum Hackerangriff auf Angela Merkel und andere Politiker lesen Sie im News-Ticker bei merkur.de*. Antworten auf wichtige Fragen zur Datenschutzgrundverordnung finden Sie ebenfalls bei merkur.de*.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes. 

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