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Kimmich mit deutlicher Kritik an DFB-Elf: „Ab 2018 war es schlicht nicht mehr gut“

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Von: Patrick Huljina

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„Ich weiß, dass wir titelfähig sind“, sagt Joshua Kimmich im DFB-Programmheft zum Länderspiel gegen Israel. Doch der Mittelfeld-Star übt auch deutliche Kritik.

München - Wenn die deutsche Nationalmannschaft am Samstagabend (26. März) im Testspiel auf Israel trifft, wird Joshua Kimmich* nicht mit von der Partie sein. Der Profi des FC Bayern wird zum dritten Mal Vater. Aus diesem freudigen Grund reiste Kimmich gar nicht erst zum DFB-Team. Im Programmheft für das erste Länderspiel im Jahr 2022 ist er dennoch zu finden – und äußert deutliche Kritik an den Leistungen der vergangenen Jahre.

Joshua Kimmich
Geboren: 8. Februar 1995 (Alter 27 Jahre), Rottweil
Partnerin: Lina Meyer (2017–)
Verein: FC Bayern
Länderspiele: 64 Einsätze, 3 Tore (Stand: 21. März)

Kimmich mit deutlicher Kritik an DFB-Elf: „Ab 2018 war es schlicht nicht mehr gut“

„Seitdem ‚wir‘ am Werk sind, haben wir es einfach nicht geschafft. Ab 2018 war es schlicht nicht mehr gut“, so Kimmichs deutliche Worte. Mit „wir“ meint der 27-Jährige den häufig bereits als „goldene Generation“ bezeichneten Jahrgang 1995 bei der Nationalmannschaft. Joshua Kimmich, Leon Goretzka*, Serge Gnabry*, Niklas Süle* – allesamt wichtige Säulen beim FC Bayern.

Nach dem Erfolg beim Confed-Cup 2017 blieben die Erfolge in der DFB-Elf allerdings aus. Bei der WM 2018 und der EM im vergangenen Jahr gab es mit dem Ausscheiden in der Vorrunde und im Achtelfinale jeweils große Enttäuschungen.

Kimmich zeigt sich angriffslustig: „Ich weiß, dass wir titelfähig sind“

„Potenzial ist nur Theorie“, sagte Kimmich nun im Programmheft des DFB. „Wir müssen es auch auf den Platz bringen.“ Mit Blick auf die WM in Katar* im Spätherbst hat der 27-Jährige klare Ziele. Wie für DFB-Kapitän und Club-Kollege Manuel Neuer ist der WM-Titel für den 64-maligen Nationalspieler das Ziel.

Joshua Kimmich beim Länderspiel gegen Rumänien.
Auf dem Platz ein Lautsprecher: Joshua Kimmich glaubt an die Titelfähigkeit seiner Generation. (Archivbild) © Moritz Mueller/IMAGO

„Ich weiß, dass wir es besser können“, erklärte Kimmich. „Ich weiß, dass wir titelfähig sind.“ Allerdings betonte der Mittelfeldstratege auch selbstkritisch: „Wir können nicht immer nur sagen, wie talentiert wir sind, wie viele von uns in Top-Vereinen wichtige Rollen spielen und dann kriegen wir es wieder nicht hin.“

DFB-Aufschwung nach der EM: „Man muss schon genauer hinschauen“

Nach der EM im vergangenen Jahr stimmten zumindest die Ergebnisse. Sieben Siege in sieben Spielen konnte die Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick* einfahren. „Wir haben nach der EM besser in die Spur gefunden, ganz klar“, stellte auch Kimmich fest. Aber: „Man muss schon genauer hinschauen und bewerten, gegen welche Mannschaften wir gespielt haben.“

Die Gegner lauteten: Liechtenstein, Armenien, Island und Rumänien und Nordmazedonien. Mit Ausnahme von Rumänien (Platz 47) alle außerhalb der Top-50 der FIFA-Weltrangliste. Der Gegner beim Auftakt ins WM-Jahr 2022 lautet am Samstag nun Israel* – Platz 77 der Weltrangliste. (ph) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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