Es gibt zwei klare Favoriten

Wissenschaftler: Dieses Team wird Europameister 2016

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München - In Frankreich kämpfen zur Zeit Europas beste Nationalmannschaften um den EM-Titel. Österreichische Wissenschaftler sagen mit wissenschaftlichen Methoden den Turnierverlauf voraus.

"Diesmal gibt es zwei ganz klare Favoriten", erklärt Achim Zeileis vom Institut für Statistik der Universität Innsbruck. "Das ist einmal Frankreich mit einer Gewinnwahrscheinlichkeit von 21,5 Prozent. Und Deutschland mit einer Gewinnwahrscheinlichkeit von etwas über 20 Prozent."

Das würde bedeuten, dass Frankreich und Deutschland im Halbfinale aufeinander treffen würden. Der Sieger dieses Duells würde dann im Endspiel laut Berechnung auf Spanien treffen - und gegen den Titelverteidiger Europameister werden.

Schon vor der WM 2010 und der EM 2012 führte das Team der Universität eine solche Wahrscheinlichkeitsberechnung und Titel-Vorhersage durch - und lag damit goldrichtig. Denn beide Mal hieß der Sieger der Berechnung Spanien.

Sein Hund heißt Rudi! Diese Spieler könnten bei der EM voll durchstarten

EM besondere Spieler
UNGARN - Gabor Kiraly (40, Tor, Szombathelyi Haladas) - Mitunter doppelt so alt wie seine Mitspieler. Könnte Lothar Matthäus als ältesten Spieler der EM-Geschichte ablösen. Wird wieder seine tief hängende Jogginghose schlabbern lassen, die schon manchen Beinschuss verhindert hat. "Ich trage sie immer eine Nummer zu groß", sagt er: "Ich bin kein Supermodel. Mein Job ist es, Bälle zu halten." Das kann er auch mit 40 noch. © dpa
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ENGLAND - Jamie Vardy (29, Sturm, Leicester City) - Die Geschichte eines wundersamen, blitzschnellen Aufstiegs von der 8. Liga zu den Three Lions. Musste einst mit Fußfessel spielen, fesselt jetzt seine Fans. Als Torschützenkönig eine Hauptfigur des Märchens von Leicester City, eines Sammelbeckens für Talente und Gescheiterte, die aus dem Nichts Meister wurden. Kaum jemand außerhalb Englands hat Vardy spielen sehen. Das ändert sich jetzt. Es wird Zeit. © dpa
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WALES - Joe Allen (26, Mittelfeld, FC Liverpool) - Andrea Pirlo fehlt. Als Passgenie, als italienische Stil-Ikone, die morgens nur einmal schnell mit den Fingern durchs Haar schüttelt und schon perfekt aussieht. Immerhin: Es gibt Joe Allen! "The Welsh Pirlo" nennen sie den Mann. "Großartiger Bart, großartiger Haarschnitt, großartiger Typ", sagt sein Kapitän Ashley Williams. Damit ist alles gesagt. Der echte Pirlo fehlt trotzdem. © AFP
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SPANIEN - Nolito (29, Sturm, Celta Vigo) - Ein Phänomen. Manuel Agudo Durán, so der echte Name, bringt den "Rock'n'Roll zwischen die Violinen", sagt der frühere Nationalspieler Kiko Narváez. Wuchs bei seinen Großeltern auf, weil seine Mutter im Gefängnis saß. Bietet neben den "falschen Neunern" und Pass-Maschinen den Instinkt, Straßenfußball, Kampf. Ist 29 und spielt in der Provinz bei Celta Vigo. Spätstarter gegen alle Widerstände. Vier Tore in neun Länderspielen. © AFP
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BELGIEN - Radja Nainggolan (28, Mittelfeld, AS Rom) - Blondierter Irokesen-Schnitt, Gesicht eines Kriegers, und: Tattoos, Tattoos, Tattoos. Eine riesige Rose vorne und Flügel mit Herz hinten auf dem Hals (für die verstorbene Mama), eine Schlange über den gesamten Bauch, Sinnsprüche, Verschnörkeltes, Geheimnisvolles, Namen, überall. Sieht auch mit nacktem Oberkörper aus, als trage er ein buntes T-Shirt. Spielt übrigens in Italien bei AS Rom. Und: Sein Hund heißt Rudi. © AFP
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PORTUGAL - Renato Sanches (18, Mittelfeld, Benfica Lissabon, bald Bayern München) -Rastalocken, beeindruckend muskulöser Körper, jetzt schon ein Fels. Eines der größten Talente Europas. Bayern München zahlt für den 18-Jährigen mindestens 35 Millionen Euro. Trank auf der Meisterfeier von Benfica Lissabon eine Dose Bier vor laufenden Kameras aus, ohne abzusetzen. Feierte dann mit Hut, aber ohne Hose weiter. © AFP
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RUSSLAND - Roman Neustädter (28, Abwehr, Schalke 04) - Heißt Roman Petrowitsch Neustädter. Geboren in Dnjepropetrowsk (heute Ukraine). Bis 2016 deutscher Staatsbürger, wurde am 30. Mai offiziell Russe, um bei der EM spielen zu können. Musste daraufhin unverhofft seinen deutschen Pass abgeben. Spricht fließend russisch. Schrieb vor kurzem bei Instagram: "Falls du ein Rassist oder homophob bist, verpiss dich von meinem Account!" Spielt jetzt dennoch für das Land Wladimir Putins. Sagt dazu: "Das ändert nichts an meiner privaten Meinung." © dpa
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ALBANIEN - Taulant Xhaka (28, Mittelfeld, FC Basel) - Das Duell mit der Schweiz wird ohnehin ein Spiel von Albanien gegen Albanien II, doch Xhaka verleiht ihm noch eine besondere Note. Taulant, 25, geboren in Basel, spielt gegen seinen Bruder Granit, 23, geboren in Basel. Taulant spielt für Albanien, Granit Xhaka, der von Borussia Mönchengladbach zum FC Arsenal wechselt, entschied sich für die Schweiz. Er spielt am 11. Juni gegen seinen Bruder - und das Heimatland seiner Eltern. © AFP
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NORDIRLAND - Will Grigg (24, Sturm, Wigan Athletic) - Es gibt kein Entkommen. "Der Song ist überall", sagt Grigg, wenn er von "seinem" Lied spricht. Seit Sean Kennedy, Fan von Wigan Athletic, den Hit "Freed from desire" der italienischen Sängerin Gala auf ihn umgeschrieben hat, gibt es kein Halten mehr. In den britischen Download-Charts stand "Will Grigg's on fire" sogar auf Platz sechs - vor Adele, Justin Bieber oder Coldplay. © AFP
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UKRAINE - Andrej Jarmolenko (26, Mittelfeld, Dynamo Kiew) - Verlor Anfang Mai vollkommen die Nerven. Mit einem üblen Tritt gegen Taras Stepanenko, Schachtjor Donezk, löste er eine Massenschlägerei auf dem Platz aus. Die Atmosphäre zwischen den Klubs ist nun vergiftet - aber zusammen stellen die Rivalen nicht weniger als 11 EM-Spieler. Darunter, im Mittelfeld, selbstverständlich: Jarmolenko und Stepanenko. © 
EM besondere Spieler
ISLAND - Kolbeinn Sigthorsson (26, Sturm, FC Nantes) -  Siegtor durch Sigthorsson! Ein Fest für Journalisten, Twitterer, Wortspielfreunde in Deutschland. Erzielte tatsächlich schon anständige 19 Tore in 38 Länderspielen. Spielt in Frankreich beim FC Nantes, auch deshalb interessant. Von Ausgleichsson, Führungsthorsson oder Eigenthorsson ist bisher nichts bekannt. © 

Rubriklistenbild: © AFP

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