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Ukrainische Fußballprofis sterben im Krieg: „Mögen beide in Frieden ruhen“

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Von: Alexander Kaindl

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Vitalii Sapylo (l.) und Dmytro Martynenko sind im Ukraine-Krieg gestorben.
Vitalii Sapylo (l.) und Dmytro Martynenko sind im Ukraine-Krieg gestorben. © Screenshot Twitter / FIFpro

Der Ukraine-Krieg hält die Welt in Atem. Inzwischen gibt es auch die ersten bestätigten Fälle von Fußballprofis, die bei den Kämpfen gestorben sind.

Kiew - Die Bomben fliegen weiter, Städte sind zerstört, Menschen kämpfen um ihr Leben - täglich gibt es neue Schreckensmeldungen aus der Ukraine. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte in der Nacht auf den 24. Februar seine „Militäroperation“ begonnen. Seitdem hält die Welt den Atem an.

Der Krieg ist im Jahr 2022 zurück in Europa, Hunderttausende befinden sich aktuell auf der Flucht. Und in der Ukraine wird zu den Waffen gegriffen - Männer zwischen 18 und 60 Jahren dürfen das Land nicht verlassen. Sie sollen die Ukraine verteidigen, zur Not mit ihrem Leben.

Ukraine-Krieg: Zwei ukrainische Fußballer sind tot

Inzwischen gibt es etliche Tote im Ukraine-Krieg*. Dazu zählen auch zwei Fußballprofis, wie nun aus einer offiziellen Meldung hervorgeht. Die Spielergewerkschaft FIFpro bestätigte über ihre Kanäle, dass Vitalii Sapylo (21) und Dmytro Martynenko (25) ihren Kampf für die Freiheit mit dem Leben bezahlt haben.

Auf Twitter schrieb die Organisation: „Our thoughts are with the families, friends, and teammates of young Ukrainian footballers Vitalii Sapylo (21) and Dmytro Martynenko (25), football’s first reported losses in this war. May they both rest in peace.“ Zu deutsch: „Unsere Gedanken sind bei den Familien, Freunden und Teamkollegen der jungen ukrainischen Fußballer Vitalii Sapylo (21) und Dmytro Martynenko (25), die ersten gemeldeten Verluste des Fußballs in diesem Krieg. Mögen beide in Frieden ruhen.“

Vitalii Sapylo und Dmytro Martynenko sterben im Ukraine-Krieg

Torhüter Sapylo wurde nach Angaben seines Klubs am Freitag „bei einer Schlacht in der Nähe von Kiew getötet“. Der 21-Jährige spielte bei Karpaty Lwiw - Europa-League-Gegner von Borussia Dortmund in der Saison 2010/11. Der aktuelle Drittligist versprach dem Talent eine „ewige Erinnerung als unser Held“.

Martynenko war vergangene Saison noch Torschützenkönig in der zweiten ukrainischen Liga. Der Goalgetter des FC Gostomel verstarb einer offiziellen Mitteilung zufolge bei einem Bombenangriff am Stadtrand von Kiew - er und seine Mutter befanden sich in ihrem Haus, als eine russische Rakete einschlug. Beide hatten keine Überlebenschance und waren sofort tot. (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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