Wegen „Entwicklung der Pandemie“

Corona-Lage in Deutschland schlimmer als gedacht? Marokko kappt Flugverkehr zu Bundesrepublik

Besucher schauen sich am Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg "Willy Brandt" (BER) von der Besucherterrasse des Terminal 1 den Start eines Flugzeugs an.
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Besucher schauen sich am Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg «Willy Brandt» (BER) von der Besucherterrasse des Terminal 1 den Start eines Flugzeugs an.

Die Corona-Zahlen steigen auch in Deutschland wieder an. Marokko hat nun reagiert und kurzerhand den Flugverkehr von und nach Deutschland gekappt.

Rabat - Die Corona*-Zahlen steigen aktuell wieder in etlichen Ländern an. So auch in Deutschland. In Marokko dagegen sind die Zahlen aktuell rückläufig und so geht das Land nun einen harten Schritt: Es kappt die Flugverbindungen mit Deutschland. Auch Flüge von und nach Großbritannien und die Niederlande sind vorerst untersagt. Auch hier waren die Corona-Zahlen zuletzt gestiegen.

Corona-Zahlen steigen: Marokko kappt Flugverbindungen nach Deutschland

Die Maßnahme tritt schon in der Nacht zum Donnerstag in Kraft und gilt „bis auf weiteres“, teilte die marokkanische Flughafenbehörde am Mittwoch mit. Von der Regelung betroffen sind demnach alle Flüge aus den drei Ländern in Europa sowie alle Flüge aus Marokko in diese Nationen. Die Regelung sollte ab 23.59 Uhr (Ortszeit, Donnerstag 00.59 Uhr MESZ) gelten.

Nach Angaben der nationalen Fluggesellschaft Royal Air Maroc sei diese Entscheidung aufgrund der „Entwicklung der Pandemie“ in Deutschland, Holland und Großbritannien getroffen worden. Schon Anfang Oktober hatte Marokko aus dem gleichen Grund alle Flugverbindungen mit Russland gestrichen.

Der Hintergrund: Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland in den Niederlanden steigen seit Tagen* kontinuierlich an. Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland war innerhalb einer Woche von 65,4 auf 80,4 gestiegen.

Corona-Lage in Großbritannien: Fast 50.000 Neuinfektionen an einem Tag

In Großbritannien werden aktuell täglich zehntausende Neuinfektionen verzeichnet. Allein am Montag hatte es knapp 50.000 Neuinfektionen gegeben. Einen Lockdown schließt man jedoch aus. Zudem teilte die britische Regierung am Dienstag mit, dass sie eine neue Unterart der hoch ansteckenden Delta-Variante beobachte. Es sei aber noch unklar, ob sich die neue Unterart schneller verbreite, hieß es.

In Marokko ist die Zahl der Neuinfektionen und der Corona-Todesfälle hingegen rückläufig. Derzeit läuft eine Impfkampagne zur Verabreichung einer dritten Impfdosis. Am Donnerstag wird außerdem ein Gesundheitspass zum Nachweis einer Impfung, eines Negativtests oder eine Genesung von Covid-19 eingeführt. (rjs/afp) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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