Fehlendes Fachwissen

Imkervereine besorgt: Zu viele Amateur-Bienenhalter

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Eine Biene fliegt einen blühenden Krokus an. In Deutschland steigt die Zahl der Hobby-Bienenhalter. Foto: Patrick Seeger

Zirndorf (dpa) - Die deutschen Imkervereine sind besorgt über eine steigende Zahl an Hobby-Bienenhaltern ohne ausreichendes Fachwissen. 

"Die Leute lesen, dass Bienen wichtig für die Umwelt sind und stellen sich dann ein einziges Bienenvolk auf den Balkon oder in den Garten", sagte der Präsident des Deutschen Imkerbundes, Peter Maske, am Samstag in Zirndorf. Oft werde dann gar kein Honig geerntet und sich nicht um die Tiere gekümmert. "Echte Imker" hätten mindestens zehn Bienenvölker, sagt Maske bei der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle des Landesverbands der Bayerischen Imker.

Die Imkervereine wollen die neuen Bienenhalter nun gezielt aufklären. So sollen sie etwa über eine neue Imker-App und das Internet für das Hobby begeistert werden. "Und wer der Umwelt wirklich etwas Gutes tun will, und kein Interesse an der Imkerei hat, sollte besser ein Insektenhotel bauen. Richtig gemacht, siedeln sich dort schon nach einem Jahr mehr und mehr Wildbienen an", sagte Maske.

Dennoch gibt es beispielsweise in Bayern viele Menschen, die sich ernsthaft für die Imkerei interessieren: An der Imkerschule in Schwaben sei jüngst der 40 000 Nachwuchs-Imker verabschiedet worden, betonte der bayerische Imker-Präsident Eckard Radke.

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