Katastrophenschutz

Mehrheit der Deutschen will Sirenen für Katastrophen-Alarm

Alarmsirene auf Hausdach
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Eine Alarmsirene steht auf einem Hausdach. Eine große Mehrheit der Deutschen hält Sirenen für ein geeignetes Mittel, um Menschen vor Katastrophen zu warnen.

Eine große Mehrheit der Deutschen hält Sirenen für ein geeignetes Mittel, um Menschen vor Katastrophen zu warnen. Knapp 87 Prozent der Teilnehmer der Umfrage antworteten mit „Ja“.

Berlin - Eine große Mehrheit der Deutschen hält Sirenen für ein geeignetes Mittel, um Menschen vor Katastrophen zu warnen. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur.

Auf die Frage, ob es sinnvoll sei, zur Warnung der Bevölkerung vor Überflutungen, Waldbränden und anderen akuten Gefahren Sirenen einzusetzen, antworteten knapp 87 Prozent der Teilnehmer der Umfrage mit „Ja“. Lediglich sieben Prozent der Deutschen halten den Einsatz von Sirenen für diesen Zweck nicht für sinnvoll. Sechs Prozent der Befragten hatten dazu keine klare Meinung.

Vor den extremen Überschwemmungen im Westen Deutschlands, die mehr als 180 Menschen das Leben gekostet haben, ist nur ein Teil der Bevölkerung mit Sirenengeheul gewarnt worden. Das liegt zum Teil auch daran, dass es vielerorts gar keine oder nur noch wenige funktionsfähige Sirenen gibt. Manche Länder hielten sie nach dem Ende des Kalten Krieges für überflüssig und setzen seit einiger Zeit ausschließlich auf Warnungen per App, über die Medien und auf Anzeigetafeln im Stadtgebiet.

Wichtiger Bestandteil der Warn-Infrastruktur

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sehen in Sirenen jedoch einen wichtigen Bestandteil der Warn-Infrastruktur. Der Bund hatte deshalb vor einigen Monaten ein mit 88 Millionen Euro ausgestattetes Förderprogramm aufgesetzt. Es soll dazu dienen, die Länder, die für den Katastrophenschutz in Friedenszeiten Verantwortung tragen, beim Ertüchtigen alter Sirenen und dem Aufbau neuer Sirenen zu unterstützen.

Ältere Sirenen würden bei einem Stromausfall nicht mehr funktionieren, moderne Einheiten, die mit einer Batterie ausgestattet sind, aber schon. Immer vorausgesetzt sie sind an einem Ort aufgestellt, wo sie auch bei Sturm und Überschwemmungen sicher stehen. Ein Kritikpunkt, der in der Debatte um Vor- und Nachteile von Warnungen per Sirene oft zu hören ist, lautet: Wenn die Sirene heult, wissen die Anwohner trotzdem noch nicht, was sie tun sollen. In Kaiserslautern läuft daher aktuell ein Test mit sogenannten intelligenten Sirenen. Das sind Sirenen, über die auch Durchsagen abgesetzt werden können. dpa

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