„In der Praxis bewährt“

Trotz Kritik von Scholz: Post will Entfristung weiter von Krankheitstagen abhängig machen

Trotz eines Sturms der Entrüstung: Die Post will von einer umstrittenen Regelung bei der Übernahme von Angestellten nicht abrücken.

Bonn/München - Die Deutsche Post will ungeachtet aller Kritik nicht von der umstrittenen Praxis bei der Entfristung von Arbeitsverträgen abrücken. "Wir werden an den Eckpunkten festhalten, denn sie haben sich in der Praxis bewährt und sind arbeitsrechtlich nicht zu beanstanden", sagte Post-Personalvorstand Thomas Ogilvie der Süddeutschen Zeitung vom Donnerstag.

Die Entfristungsregeln der Post hatten zuletzt für Kritik gesorgt: Der Bonner Konzern übernimmt Angestellte nur dann unbefristet, wenn sie zuvor innerhalb von zwei Jahren nicht mehr als 20 Krankheitstage und nicht mehr als zwei selbstverschuldete Unfälle mit konzerneigenen Fahrzeugen hatten. Kritik kam unter anderem von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), der Gespräche von Vertretern des Bundes im Aufsichtsrat des Konzerns mit der Unternehmensführung angekündigt hatte.

Ogilvie verwies in der SZ auf die notwendige "körperliche Fitness" der Post-Mitarbeiter. Überdies seien die Entfristungskriterien nur Anhaltspunkte, die Verantwortlichen hätten Entscheidungsspielräume. Bei einer Grippewelle oder einem Sportunfall etwa könne "von den Eckpunkten durchaus abgewichen werden".

AFP

Rubriklistenbild: © dpa / Jan Woitas

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