Hubert Aiwanger ist tot: Leben und Karriere des Chefs der Freien Wähler

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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist tot
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist tot. © Peter Kneffel/dpa

Hubert Aiwanger, Chef der Freien Wähler in Bayern, ist tot. Medienberichten zufolge verstarb er am Mittwoch in einem Berliner Hotel.

Bayerns Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ist laut Medienberichten im Alter von 55 Jahren verstorben. Zuerst hatte die Bild-Zeitung berichtet. Der Münchner Merkur konnte die Meldung bestätigen.

Aiwanger kam im niederbayerischen Ergoldsbach zur Welt und wuchs in Rahstorf bei Landshut auf. Nach dem Abitur 1990 und dem Wehrdienst studierte er in Weihenstephan Agrarwissenschaften. 1995 beendete er das Studium als Diplomagraringenieur und arbeitete danach im Betrieb seiner Familie. Seine ersten politischen Ämter hatte er vor Ort. Ab 2008 gehörte Aiwanger dem Stadtrat von Rottenburg an der Laaber und dem Landshuter Kreistag an.

Wirtschafts- und Energieminister und Vize-Ministerpräsident: Hubert Aiwanger stirbt mit 55 Jahren

Innerhalb der Freien Wähler arbeitete er sich nach oben. 2006 übernahm er den bayerischen Landesverband, 2010 den Bundesvorsitz. Im Landtag saß er seit 2008 und leitete dort bis Oktober 2018 die Fraktion. Im November 2018 gingen die Freien Wähler erstmals eine Regierung mit der CSU ein. Aiwanger wurde Wirtschafts- und Energieminister sowie Vize von Ministerpräsident Markus Söder. Auch nach der Landtagswahl 2023 behielt er beide Ämter.

NameHubert Aiwanger
Geburtsdatum26. Januar 1971
Todesdatum03. November 2026
PartnerinFreie-Wähler-Landrätin Tanja Schweiger
PositionChef der Freien Wähler in Bayern, Bayerns Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident

2023 sorgte ein antisemitisches Flugblatt für Diskussionen um den Freien-Wähler-Chef. Während seiner Schulzeit in den 1980er-Jahren soll er dieses verfasst haben. Aiwanger distanzierte sich davon und bestritt, der Verfasser zu sein.

Großes politisches Ziel blieb Aiwanger verwehrt: Einzug in den Bundestag

Erst bei den bayerischen Kommunalwahlen im Frühjahr hatten die Freien Wähler unter Aiwangers Führung noch große Siege gefeiert und der CSU viele Landrats-Posten abgejagt. Im Gegensatz zu seinen politischen Erfolgen in Bayern blieb Aiwanger aber ein großes politisches Ziel verwehrt: der Einzug seiner Partei in den Bundestag. Mit Aiwanger verlieren die Freien Wähler ihren markantesten und sicher auch streitbarsten Kopf. Der Niederbayer hatte zwei Kinder und lebte mit der Freie-Wähler-Landrätin Tanja Schweiger zusammen.

Am Mittwoch ist Aiwanger im Alter von 55 Jahren verstorben. Aiwanger wurde nach dpa-Informationen tot in einem Berliner Hotelzimmer entdeckt. Am Nachmittag hätte er bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler, deren Bundes- und Landesvorsitzender er ist, eine Rede halten sollen. Er habe sich aber aus gesundheitlichen Gründen abgemeldet und vertreten lassen, hieß es. Später sei er dann nicht mehr erreichbar gewesen und sei schließlich leblos in seinem Zimmer entdeckt worden. Über die Todesursache ist derzeit nichts bekannt. (Quellen: Bayrisches Wirtschaftsministerium, Welt, dpa) (pav/dpa)

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